Das Burgfräulein

Tanja wusste wirklich nicht, wie oft sie Ulrike noch absagen sollte. Zum wiederholten Male hatte ihre beste Freundin angerufen, um sie zur alljährlichen Faschingsparty in ihrem Haus einzuladen. Dazu hatte Tanja nun aber überhaupt keine Lust und so versuchte sie mit der letzten Ausrede, sie habe kein vernünftiges Kostüm, dieser Veranstaltung fernbleiben zu können.
Am Abend der Fete schaltete Tanja also Funktelefon und Klingel aus, zog sich eine gute Flasche Wein auf und begann sich einen schönen Abend zu machen.
Der Wein und das wenig erbauende Fernsehprogramm sorgten dafür, dass sie irgendwann auf der Couch liegend einschlief.
Heftiges Poltern an der Tür und ein ohrenbetäubender Krach von Triller- und Lärmpfeifen riss Tanja aus dem Schlaf. Torkelnd ging sie die Tür öffnen, vor der Ulrike mit einer Schar Faschingsnarren stand. Die fingen urplötzlich an ihr zu zerren an, sie solle den Tross nur begleiten, ein passendes Kostüm werde man schon für sie finden.

Tanja zog sich also etwas über und ging mit den Maskierten lärmend und feixend zu Ulrikes Party.
Durch ein Chaos von umherhüpfenden Narren, mit Konfetti übersäten Treppen und über so manche Alkoholleiche führte Ulrike ihre Freundin ins Schlafzimmer. Hier könne sie sich aus etlichen im Schrank hängenden Kostümen etwas aussuchen. Sobald sie fündig geworden sei, solle Tanja nach unten kommen.
Es dauerte nicht allzu lange, da hatte Tanja auch schon, was sie suchte. Ein zugegebenermaßen wunderschönes, dem Mittelalter nachempfundenes Kleid erregte ihre Aufmerksamkeit.
Nachdem sie sich das Kleid angezogen und auch den dazugehörigen Schleier angelegt hatte, machte sie sich auf den Weg nach unten. Doch was war das? Hinter der Tür stand eine, mit Schnitzereien verzierte Truhe, die Tanja beim betreten des Zimmers nicht bemerkt hatte. Wie hypnotisiert ging sie auf die Holzkiste zu und versuchte neugierig den Deckel zu öffnen. Die Kiste war nicht verschlossen und ließ sich mit einem knarzenden Geräusch öffnen. Der Inhalt ließ Tanja schmunzeln. Sie hatte schon immer vermutet, dass Ulrike und ihr Ehemann Jan ein wenig sonderbar seien, aber was sie sah erstaunte sie schon. Die Kiste war angefüllt mit dem unmöglichsten SM-Spielzeug. Von modernen Handschellen über eine mittelalterliche Halsgeige bis zu Daumenschrauben war alles zu finden. Und siehe da, das ultimative Equipment für eine Dame des Mittelalters war auch da. Am Boden der Truhe lag die originalgetreue Nachbildung eines Keuschheitsgürtels. Den modernen Ansprüchen entsprechend war das Ding aus rostfreiem Edelstahl und mit einem Verschluss versehen, der das Ablegen des Gürtels ohne Schlüssel so gut wie unmöglich machte.
Tanja zögerte keinen Moment und schaffte es trotz Schwips und wallendem Kleid den Keuschheitsgürtel anzulegen. Als das kalte Edelstahl ihre Schamlippen berührte, zuckte sie zwar kurz zusammen, verschloss aber dann den Gürtel mit dem Vorhängeschloss. Der Keuschheitsgürtel saß wie angegossen. Die hintere Öffnung war genau richtig positioniert und ihre Muschi konnte Tanja gar nicht mehr berühren. Nur kleine Löcher im Stahl eingebohrt ermöglichten wenigstens das Pinkeln.
Ein klopfen an der Tür beendete Tanja’s Erkundung. Schnell ließ sie das hochgeraffte Kleid zu Boden fallen und schloss den Deckel der „Spielzeugkiste „so leise wie möglich. Gerade rechtzeitig. Denn Ulrike öffnete die Tür, bestätigte wie gut das Kostüm des Burgfräuleins Tanja doch stand und drängte ihre Freundin doch endlich nach unten zu kommen. Mit Ach und Krach konnte Tanja Ulrike vorausschicken und begann, in der wieder geöffneten Kiste nach dem Schlüssel zu dem Keuschheitsgürtel zwischen ihren Beinen zu suchen.
Doch die abermals ungeduldig an der Tür klopfende Freundin unterbrach sie erneut.
Zähneknirschend und leise fluchend ging Tanja zu den anderen Partygästen. Die Suche nach dem Schlüssel musste notgedrungen auf später verschoben werden.

Tanja ging also nach unten in das zum Partyraum umfunktionierte Wohnzimmer. Der Weg dorthin erschien ihr kilometerweit und sie fühlte sich wie auf dem Gang zur eigenen Hinrichtung. Tanja’s Magen hatte sich auf die Größe einer Faust zusammengezogen, denn sie hatte eine panische Angst ihre Fessel könnte bemerkt werden.
Im Partyraum war die Stimmung ausgelassen und völlig losgelöst. Tanja versuchte zwischen all den johlenden und tanzenden Gästen nicht ganz wie ein Fremdkörper zu wirken und stürzte sich ins Gewühl.
Doch ihre Gedanken drehten sich ständig im Kreis. Wie konnte sie so schnell als möglich in Ulrikes Schlafzimmer zurückgelangen, den Schlüssel zu diesem Keuschheitsgürtel finden und das Ding wieder in die Kiste legen ohne das jemand was bemerkte??Sie hätte sich ohrfeigen können, das die Neugierde über den Verstand gesiegt hatte und sie das Schloss hatte zuschnappen lassen ohne den Schlüssel sicher in der Hand zu wissen. Noch dazu säße sie ohne die enthemmende Wirkung des zu Hause getrunkenen Weines jetzt nicht in der Falle.
Es war zum verrückt werden!
Um sich etwas abzulenken , wandte sich Tanja der Bar zu. Vielleicht konnte sie dort mit jemandem etwas Smalltalk betreiben und übertünchen, das sie sich in ihrer Haut überhaupt nicht wohlfühlte. So konnte Tanja auch den „Seeräuber „nicht bemerken, der sie die ganze Zeit über schon beobachtet hatte und sich ihr jetzt von hinten näherte. Der Typ war nach etlichen Bierchen etwas beschickert und wohl auch mutiger geworden, holte aus und haute Tanja kräftig auf den Hintern. Diese Art von plumper Anmache konnte sie überhaupt nicht ab und im Normalfall hätte sich der „Seeräuber“ eine ordentliche Backpfeife eingefangen, aber die Tatsache das der Schlag nur um knapp zehn Zentimeter das Edelstahlband zwischen ihren Pobacken verfehlt hatte, raubte Tanja fast den Verstand. Um ein Haar hätte jemand bemerkt in welch misslicher Lage sie sich befindet.
Tanja musste aus diesem Keuschheitsgürtel raus, das war klar. Nur wie sie das anstellen sollte wusste sie beim besten Willen nicht.

Langsam wurde die Zeit knapp für Tanja. Ulrikes Faschingsparty neigte sich dem Ende zu und immer wenn Tanja glaubte den richtigen Moment, sich in das Schlafzimmer ihrer Freundin zu schleichen, gefunden zu haben, kam ihr jemand in die Quere. Entweder sie wurde zu einem Drink eingeladen oder jemand verwickelte sie auf ein Neues in ein Gespräch. Tanja musste sich dringend abseilen, wollte sie den Keuschheitsgürtel nicht zwangsläufig mit nach Hause nehmen.
Dem nächsten Gesprächspartner entzog sie sich mit dem Hinweis, sie müsse unbedingt zur Toilette, ließ all‘ die Pappnasen stehen und machte sich davon.
Vorsichtig lugte Tanja in den Flur an dessen Ende die Treppe ins Obergeschoß begann. Die Luft war rein. Die Treppe war frei, niemand da der peinliche Fragen stellte, wo sie wohl hin wollte. Von Ulrike oder ihrem Ehemann war ebenfalls nichts zu sehen.
Schnell nahm Tanja die Treppe zum ersten Stock und steuerte zielsicher auf die Schlafzimmertüre zu.
Das Herz pochte ihr bis zum Hals, hoffentlich vergnügten sich Jan und Ulrike nicht gerade im Zimmer, das wäre doppelt peinlich gewesen. Vorsichtig öffnete sie die Tür und trat ein.
Gottseidank niemand drinnen. Flugs ging Tanja auf die Truhe zu, kniete sich davor und atmete erst einmal tief durch. Endlich konnte sie sich daran machen, den Schlüssel aus der Truhe zu kramen und diesen verdammten Keuschheitsgürtel abzulegen. Tanja nahm die beiden Griffe rechts und links am Truhendeckel in die Hände und versuchte den Deckel anzuheben. Doch was war das? Jemand musste die Truhe verschlossen haben, denn der Deckel ließ sich nicht öffnen.
Tanja war mit den Nerven am Ende. Sie stand auf und zerrte wie wild an den Griffen, der Deckel der Kiste blieb allerdings verschlossen.
Hektisch fasste sie mit beiden Händen unter ihr Kleid und begann am Keuschheitsgürtel herumzuzerren, hoffend dass sich das Ding so von ihren Hüften lösen würde. Vergeblich, der Keuschheitsgürtel war sicher verschlossen, mit dieser Tatsache musste sich Tanja wohl oder übel abfinden.

Tanja setzte sich auf das, der Truhe gegenüberstehende Ehebett von Jan und Ulrike. Das alles konnte doch nicht wirklich wahr sein. Es konnte sich nur um einen bösen Traum handeln aus dem Tanja erwachen würde, wenn sie sich nur heftig genug in den Arm zwicken würde. Doch der fest verriegelte Gürtel um ihre Hüften war real, kein Zweifel. Selbst wenn der Schlüssel zum Keuschheitsgürtel in der Truhe lag, was sie ja noch nicht einmal sicher wusste, kam sie nicht heran. Alles schien sich gegen Tanja verschworen zu haben.
Auf dem Fußteil von Ulrikes Bett lagen Tanja’s Klamotten, die sie vor dem Anziehen des Kostümes dort abgelegt hatte. Tanja beschloss sich so schnell wie möglich anzuziehen und das Weite zu suchen. Ihrer Freundin zuzugeben, in ihren Schränken und persönlichen Dingen herumgeschnüffelt zu haben und nun mit Ulrikes Keuschheitsgürtel gefesselt zu sein, diese Blöße wollte sie sich nicht geben. Tanja war sich sicher einen Ausweg aus der Situation finden zu können ohne das Gesicht zu verlieren.
Also vergewisserte sie sich, ob nicht gerade jemand auf dem Weg ins Schlafzimmer war und begann sich umzuziehen.
Nachdem sie das Kleid ausgezogen hatte, was ohne Mithilfe ihrer Freundin gar nicht so einfach war, zog sie über den Keuschheitsgürtel ihre Sachen wieder an. Ihren Slip steckte sie zusammengeknüllt in die Hosentasche, der hatte sich einfach nicht über den Keuschheitsgürtel anziehen lassen. Zu allem Unglück war Tanja von zu Hause mit enganliegenden Jeans losgegangen und die Bänder ihres stählernen Schlüpfers zeichneten sich natürlich ab. Es war also notwendiger denn je, dass sie niemandem über den Weg lief, schon gar nicht ihrer Freundin Ulrike.
So vorsichtig sie ins Zimmer gekommen war, musste sie nun das Haus verlassen. Tanja zog sich ihre Jacke über und schlich sich leise über den Flur zur Treppe nach unten. Vom Erdgeschoß vernahm sie die Stimmen der letzten noch verbliebenen Gäste. Auf Zehenspitzen nahm sie die Treppenstufen zum Parterre und war mit fünf großen Schritten an der Haustür. Schnell öffnete Tanja die schwere Eichentür, ging hinaus und zog die Tür im Zeitlupentempo ins Schloss. Kurz innehaltend sog sie die klare frische Luft ein. Das war also gutgegangen. Mit schnellen Schritten war der Kiesweg durch den Vorgarten passiert und die am Haus vorbeiführende Straße erreicht. Das über ihr Funktelefon herbeigerufene Taxi kam, so wie man das erwartet, wenige Minuten später. Etwas unbeholfen, der Keuschheitsgürtel unter den eh‘ schon engen Hosen ließ ein bequemes Sitzen nicht so ohne weiteres zu, zwängte sich Tanja auf den Rücksitz und gab dem Fahrer ihre Adresse an.

Nach einer halben Stunde Fahrzeit war Tanja endlich zu Hause. Müde und geschafft stand sie nun vor der Haustür, kramte den Schlüssel aus der Handtasche, Schloss auf und ging in ihre Wohnung. Bei jedem Schritt den sie tat, spürte sie den Keuschheitsgürtel zwischen ihren Beinen. Merkte Tanja nicht den Taillengurt um ihre Hüften, machte sich der Stahlsteg zwischen ihren Arschbacken bemerkbar. Längst hatte sie ihre Lederjacke ausgezogen und die übrige Kleidung im Badezimmer abgelegt. Nur noch den stählernen Schlüpfer tragend, trat sie vor den Badezimmerspiegel. Ihr langes schwarzes Haar fiel über ihre üppigen Brüste bis fast zum Bauchnabel herab. Tanja war ohne Zweifel das was man(n) als gutaussehend und attraktiv bezeichnete. Diese Tatsache machte sie sich auf ihre Art zunutze. Nach einer langen Zeit in einer festen Beziehung lebte Tanja alleine und ließ bei möglichen sexuellen Abenteuern nichts anbrennen. Das war Dank dem Mitbringsel von Ulrikes Party erst einmal passe‘. Vorsichtig begann sie mit den Händen ihren verschlossenen Unterleib zu erkunden. Ihre Freundin und sie hatten schon in ungefähr dieselbe Figur, aber die Passgenauigkeit des Keuschheitsgürtels erstaunte sie doch. Tanja versuchte das Schild, welches den Schamhügel bedeckte und durch eingebohrte Löcher das Pinkeln ermöglichte, wegzubiegen oder nach vorne zu ziehen. Bevor sie auf Ulrikes Party den Gürtel in die Hand genommen hatte, wusste Tanja nur vom Hörensagen und aus Geschichten von der Existenz solcher Tugendwächter. Das aber ein Keuschheitsgürtel so effizient war und dermaßen seinem Namen alle Ehre machen würde, hatte sie nicht für möglich gehalten. Nur mit äußerster Mühe gelang es ihr, mit einem Finger unter das Schild zu gelangen, um gerade so eben den äußeren Rand der Schamlippen berühren zu können. Mit dem Finger gar in ihre Möse zu gelangen war gänzlich ausgeschlossen. Der kreisrunden Öffnung über dem Poloch galt der nächste Versuch. Doch wer immer diese Fessel konstruiert hatte, er hatte an alles gedacht. Durch einen zapfenartig ausgeformten Wulst war es auch auf diesem Wege nicht möglich die Muschi durch Berührungen zu stimulieren. Der Möglichkeit sich aus der Disco oder einer ihrer Stammkneipen einen anonymen F#ck nach Hause zu holen, oder sich durch Masturbieren Erleichterung zu verschaffen, war im wahrsten sinne des Wortes, ein Riegel vorgeschoben. Züchtig und brav wie eine Klosterschülerin würde Tanja die Nacht verbringen müssen. Doch plötzlich hatte sie eine Idee. Den bevorstehenden Sonntag würde sie irgendwie herumkriegen. Dann würde sie sich am Montag von der Arbeit Urlaub nehmen und in der Stadt bei einem Schlüsseldienst den Keuschheitsgürtel knacken lassen. Tanja grinste wie ein Honigkuchenpferd. Sie sah wieder Licht am Ende des Tunnels und eine Möglichkeit, doch noch einigermaßen unbeschadet aus der Sache herauszukommen.

Der Radiowecker beendete eine kurze und wenig schlafreiche Nacht für Tanja. Sie hatte gehofft, die Schlafdecke zurückzuschlagen und festzustellen das alles nur ein böser Traum gewesen ist. Doch da war nur der Wunsch Vater des Gedankens. Der Keuschheitsgürtel fesselte noch immer ihre Muschi und sie sah nach wie vor keine Möglichkeit, aus diesem Ding zu entkommen. Die Nacht war schlimm gewesen. Lange lag Tanja wach und versuchte eine bequeme Schlafposition zu finden. Auf dem Rücken liegend, mit leicht gespreizten Beinen ging es einigermaßen, aber bei jeder Drehung, auf den Bauch oder zur Seite wurde ihr bewusst, das der Gürtel noch da war. Noch dazu stieß Tanja bei den Versuchen ihrer Möse Streicheleinheiten zukommen zu lassen auf das kalte starre Edelstahlhöschen.
Tanja schälte sich aus dem Bett und ging ins Badezimmer. Nachdem sie ihr dünnes Nachthemd ausgezogen hatte stieg sie, den Blick in den großen Spiegel vermeidend, in die Duschwanne. Gesehen hätte sie eh nur eine junge Frau gefangen in einem ‚Kleidungsstück‘ aus einer Zeit die man nicht umsonst als das dunkle Mittelalter bezeichnet. Es war ein seltsames Gefühl, nackt und doch ‚bekleidet‘ unter der Dusche zu stehen. Unter dem Stahlschild brannte unlöschbar das sexuelle Feuer und Tanja hoffte sich wenigstens unter der Dusche etwas Abkühlung verschaffen zu können. Das nächste sexuelle Happening musste ja zwangsläufig noch eine Weile auf sich warten lassen. Wieder versuchte sie mit den Fingern unter das Schild zu gelangen, nahm sich aber vor in Zukunft diese Versuche zu unterlassen, da sie doch nicht zum gewünschten Ziel einer gezielten Berührung führten und nur noch mehr frustrierten. Der Keuschheitsgürtel war sicher verschlossen und es war an der Zeit sich mit dieser Tatsache abzufinden. Sie spülte sich den Seifenschaum vom Körper, stieg aus der Wanne und trocknete sich mit einem großen Froteetuch ab. Nur die Partien unter dem Schild waren unzugänglich und sie versuchte einen Weg zu finden, auch dort die Haut vernünftig zu trocknen. Die zum Pinkeln in den Edelstahl gebohrten Löcher waren zu klein um mit Q-tipps oder ähnlichem die Feuchtigkeit aufzunehmen und so nahm Tanja kurzerhand den Haarfön und begann durch den perforierten Stahlsteg, die ihren Fingern vorenthaltenen Körperstellen zu trocknen.
Am Frühstückstisch nahm sie sich das Telefonbuch und suchte nach Schlüsseldiensten in ihrer Stadt. Schnell hatte sie einige ausfindig gemacht und beschloss, drei oder vier Kandidaten in die engere Auswahl für ihre Befreiung aufzunehmen. Selbst alltägliche Dinge musste Tanja im Keuschheitsgürtel eingeschlossen anders organisieren. Auf einem Stuhl zu sitzen beispielsweise funktionierte nur mit einen Sitzkissen unter dem Hintern, denn nach längerem Sitzen drückte der Stahlsteg zwischen ihren Beinen auf den Steiß und mit dem Gürtel zur Toilette zu gehen kostete anfangs etwas Überwindung. De facto trug Tanja eine Unterhose und an die Tatsache das diese aus Stahl war, mit diversen Öffnungen versehen und eben nicht abzustreifen war, musste sie sich erst gewöhnen.
Gerade war Tanja noch am überlegen wie sie die letzten Stunden ihre unfreiwilligen Enthaltsamkeit am besten absolvieren würde, als das Telefon läutete. Am anderen Ende der Leitung war Ulrike, die sich erkundigte wie es ihrer Freundin ginge. Seit der Party, von der Tanja erstaunlich schnell verschwunden war, habe Ulrike sie nicht mehr gesehen und man könne sich doch, am besten direkt Montags nach der Arbeit bei ihr auf eine Tasse Kaffee treffen. Nach einer kurzen Pause und mit einem leichten Zittern in der Stimme sagte Tanja zu und legte auf. Bis nachmittags hoffte sie vom Keuschheitsgürtel befreit zu sein. Unsicher nagte sie an der Unterlippe. Hoffentlich haute das zeitlich hin.

Nach dem Mittagessen beschloss Tanja sich die Zeit nicht lange werden zu lassen und begann die Wohnung etwas auf Vordermann zu bringen. An die ständige Präsenz ihres stählernen Slips hatte sie sich immer noch nicht gewöhnen können und hoffte durch die Hausarbeit etwas auf andere Gedanken zu kommen. Für Tanja ging die Zeit viel zu langsam herum und sie wünschte sich, es wäre schon Montagmorgen. Sie wusste zwar immer noch nicht so recht was sie beim Schlüsseldienst für eine Erklärung ihrer prekären Situation haben würde, aber notfalls würde sie die Wahrheit sagen und hoffen das ihr Gegenüber nicht in schallendes Gelächter ausbrechen wird.
War das immer ein Spaß gewesen in Zeitschriften oder in alten Burgen einen Keuschheitsgürtel zu sehen und sich auszumalen, wie es der so in der Klemme sitzenden Trägerin wohl ergangen sei. Nun war sie es selbst die in solch ein Höschen eingeschlossen, nicht wusste wie sie aus dem Teil wieder herauskommen sollte.
Der Keuschheitsgürtel bereitete ihr gottseidank keine Schmerzen, weder drückte er an irgendeiner Stelle unangenehm. Trotzdem brachte Tanja, mit etwas Mühe, Hautcreme zwischen Taillengürtel und der Haut, wollte sie doch verhindern das der Gürtel zu scheuern beginnt. Das Schlimmste allerdings war das Wissen nicht mehr Herr über sich selbst sein zu können. Dem Besitzer des Schlüssels, wer immer das zu diesem Moment sei, war Tanja auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Einen großen Bammel hatte Tanja auch davor das Haus zu verlassen. Würde jemandem auffallen, das sie einen Keuschheitsgürtel trägt und was würde derjenige zu ihr sagen oder würde er überhaupt etwas sagen??
Tausend Dinge gingen Tanja durch den Kopf. Sollte sie sich ihren Freundinnen beim nächsten Saunaabend im „Unterleibsschutz“ präsentieren, wenn der Schlüsseldienst sie nicht aus dem Gürtel wird befreien können? Musste sie Stephan, einem ihrer Nachbarn und Teilzeitlover erklären es ginge nichts im Moment, da ihre Möse bis auf weiteres verschlossen ist??
Zumindestens in der Wohnung wollte Tanja sich nicht auch noch einschließen lassen. Also ging sie wieder in ihr Schlafzimmer zurück, suchte im Schrank einen etwas weiter geschnittenen Rock und eine auftragende Bluse und beschloss im Schutze der aufkommenden Dunkelheit ein paar Runden um den Häuserblock zu drehen. Tanja wollte üben beim Gehen den Keuschheitsgürtel nicht auffallen zu lassen und zudem hatte sie noch keine längere Fußstrecke mit ihrer Fessel zurückgelegt und wusste nicht ob und wo ihr stählerner Wächter eventuell zu scheuern beginnt.
Tanja nahm den Wohnungsschlüssel vom Haken, zog die Tür hinter sich zu und ging durch das Treppenhaus zur Haustür hinab. Noch einmal holte sie tief Luft und trat nach draußen. Spielende Kinder und zwei spazierengehende Pärchen waren die ersten „Testpersonen“ , um zu erkunden ob Tanja’s gefesselte Hüfte jemandem auffallen würde.

Tanja stiefelte langsam die Straße Richtung Stadtmitte hinunter. Am liebsten wäre sie hinter sich selbst hergelaufen, um zu überprüfen ob sich ihr stählerner Slip nicht vielleicht doch irgendwie unter der Kleidung abzeichnet.
Nun hatte sie die Gruppe spielender Kinder erreicht.
Doch für die Jungs und Mädchen war die etwas hüftsteif daherkommende Spaziergängerin nur eine lästige Unterbrechung ihres Spiels, das sie nach kurzem Innehalten unbeeindruckt fortsetzten. Eines der flanierenden Pärchen hatte die Straßenseite gewechselt, das andere ging freundlich grüßend an Tanja vorbei. Es war eigentlich alles wie immer. In ihren Autos vorbeifahrende Männer hupten ob der außerordentlich attraktiven Erscheinung auf dem Bürgersteig munter drauf los und ein Trupp zum Feierabend biertrinkender Arbeiter am Kiosk pfiffen Tanja nach. Offenbar waren alle Leute zu sehr mit sich selbst beschäftigt oder der Keuschheitsgürtel fiel tatsächlich nicht auf.
Doch er war da. Fest verriegelt um ihre Hüften war er präsent, das war nicht zu leugnen. Bei jedem Schritt berührte das Stahlschild die Innenseite ihrer Oberschenkel und den Steg zwischen den Pobacken bemerkte Tanja wenn sie sich nach etwas auf dem Boden liegende bückte und nicht dazu in die Hocke ging. Jedoch es waren, wohl auch durch die von ihr zwischen Gürtel und Haut aufgebrachte Hautcreme und den Neoprenprofilen, keine Scheuerstellen oder Schmerzen aufgetreten. Tanja’s Gefangenschaft war zu ertragen, davon abgesehen das nachts kein Gefummel zwischen ihren Beinen mehr möglich war, geschweige denn eine romantische Liebesnacht mit einem ihrer zahlreichen Lover. Tanja war zwangsläufig zum braven züchtigen Mädchen mutiert.
Mittlerweile wieder an der Haustür angekommen, kicherte Tanja leise vor sich hin. Einer der vier Schlüsseldienste würde dem Spuk ein Ende machen und sie aus ihrem Stahlslip befreien. Da war sie sich sicher.
Tanja öffnete die Haustür und ging nach oben in ihre Wohnung zurück.

Zum zweiten Mal klingelte an diesem Montagmorgen der Wecker für Tanja. In der Frühe hatte sie sich schon einmal wecken lassen, mit ihrer Firma telefoniert das sie sich nicht gut genug fühle zur Arbeit zu kommen, den Wecker erneut gestellt und sich wieder ins Bett gelegt. Nun sprang sie regelrecht aus dem Bett, beeilte sich unter die Dusche zu kommen, eine Kleinigkeit zu frühstücken um mit der S-Bahn In die Innenstadt zu fahren. Diesen Tag hatte Tanja herbeigesehnt. Endlich würde sich ein zuverlässiger Schlüsseldienst ihrem Keuschheitsgürtel annehmen und sie aus ihrer misslichen Lage befreien.
Tanja duschte besonders gründlich, cremte wiederum die Haut unter dem Taillengürtel sorgfältig ein, zog die obligatorisch etwas weiteren Sachen an und machte sich auf den Weg. Am Marktplatz ihrer Heimatstadt stieg sie aus und ging langsam auf die gläserne Eingangstür des ersten von ihr ausgewählten Schlüsseldienstes zu. Tanja hatte die ganze Nacht nachgedacht und sich regelrecht einen Fahrplan ihrer Befreiung zurechtgelegt. Sie wusste was sie sagen würde und wie sie es sagen würde, aber jetzt wurde ihr doch etwas mulmig zumute. Die Knie schlotterten etwas, als sie den Laden betrat. Das klappte schon mal recht gut. Der Laden war leer. Tanja war zu diesem Zeitpunkt die einzige Kundin und das war gut so. Aus der Werkstatt trat ein älterer Mann im blauen Arbeitskittel auf sie zu und fragte freundlich was er für sie tun könne.
„Guten Tag“ sagte Tanja und merkte das ihr das Herz bis zum Halse schlug. Ihre Anspannung war kaum zu verbergen und sie begann leicht zu zittern. „Sie müssten mir ein Schloss öffnen, allerdings sollte es funktionsfähig bleiben und keine Aufbruchspuren aufweisen „sagte sie mit kaum hörbarer Stimme. „Wird das möglich sein??“
„Selbstverständlich“ sagte der alte Mann „dafür bin ich da“ und griff nach Papier und Bleistift, um sich Tanja’s Adresse zu notieren. „Nein nein, es handelt sich um ein Vorhängeschloss und ich habe es bei mir „sagte Tanja und bemerkte den etwas ungläubigen Blick des Angestellten. „Sie haben es bei sich??“fragte der Mann. „Müssen sie nach draußen gehen, haben sie das Schloss im Wagen oder??“der Alte war total perplex, sah er doch das diese gutaussehende junge Dame nichts dabei hatte, worin das zu öffnende Objekt sein sollte.
Tanja räusperte sich und glaubte schon den Mut zu verlieren. Sollte sie den Laden nicht lieber so schnell wie möglich wieder verlassen um es bei einem anderen Geschäft aufs neue zu probieren??
„Das ist das eigentliche Problem „sagte Tanja mit zitternder Stimme. „Ich trage das Schloss am Körper und müsste mich entkleiden. Also wenn sie so etwas wie eine Umkleidekabine hätten, wäre ich ihnen sehr dankbar sie benutzen zu dürfen „sprach Tanja und merkte das sie langsam an Sicherheit gewann. Der ältere Herr verstand nur noch Bahnhof. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, welche schwierige und ungewöhnliche Aufgabe sich ihm stellen würde. „Junge Frau „sagte er, „ihr Wunsch ist zwar etwas außergewöhnlich aber bitte. Gehen sie einfach nach hinten in die Werkstatt. Ich werde dann nach einigen Minuten nachkommen und schauen was ich für sie machen kann. Um was für ein Problem handelt es sich denn bei ihnen??“fragte der Alte immer noch etwas verdutzt. „Tut mir leid „sagte Tanja, „das kann ich ihnen nicht sagen. Ich schätze sie würden mir nicht glauben. Das müssen sie sich selbst anschauen“. Den kopfschüttelnden Angestellten im Verkaufsraum stehen lassend, ging Tanja durch eine Zwischentür in die Werkstadt des Schlüsseldienstes und begann ihren Rock abzulegen. Mit wild schlagendem Puls stand sie nun, nur noch mit Bluse Socken und ihrem stählernen Schlüpfer bekleidet in dem wenigstens gut beheizten Raum. „Bitte kommen sie, ich bin nun soweit „rief sie und schloss die Augen, hoffend das sich doch alles nur um einen bösen Traum handeln möge.

Erschrocken zuckte Tanja zusammen, als der Mann vom Schlüsseldienst die Hände auf ihre Schultern legte. Tanja hatte gar nicht bemerkt das er die Werkstatt betreten hatte. Jetzt begann er, sie langsam um ihre eigene Achse drehend, zu begutachten. „Aha“ sagte der Alte“ also tatsächlich ein Keuschheitsgürtel. Dabei versuchte er krampfhaft sich ein Lächeln zu verkneifen. „Verstehen sie mich bitte nicht falsch“ sagte er“ als sie mir versuchten zu erklären um was es gehe, dachte ich schon an sowas, hätte aber nicht für möglich gehalten das es solche Dinger überhaupt noch gibt“. Tanja bemerkte das sie rot wurde, sie genierte sich und wäre am liebsten im Erdboden versunken. „Sie brauchen sich nicht zu schämen, Fräulein „hörte sie die Stimme des Alten. „Ich habe schon splitterfasernackte Männer von Bettgestellen befreit, an die sie die Ehefrau im Domina Outfit mit Handschellen angekettet hat, deren Schlüssel sie dann nicht mehr fand. Noch dazu bin ich verschwiegen wie ein Grab. „Vorsichtig begann er, erst das Vorhängeschloss dann den perforierten Bereich vor Tanja’s Muschi zu befühlen. „Anständige Arbeit „stellte der Alte lobend fest und nachdem er die Öffnung für die größeren Geschäfte begutachtet hatte folgte „da hat man ja wirklich an alles gedacht“. Langsam fand Tanja ihre Stimme wieder. „Können sie mir da heraushelfen??“fragte sie unsicher und versuchte zu lächeln. „Wer hat sie denn da reingesteckt“ fragte der alte Mann „etwa der betrogene Ehemann??“.
„Nein, nein „entgegnete Tanja schnell“ es ist anders als sie glauben. Das ist eine lange Geschichte und noch dazu ist mir die Sache ziemlich peinlich, wie sie sich denken können. Mir wäre lieber, sie holten mich so schnell wie möglich aus diesem verdammten Ding raus. “ „Jaja „brummelte der Alte „verstehe“, rückte seine Brille zurecht und schaute sich abermals den Verschluss von Tanja’s stählerner Fessel genau an. Der alte Mann drehte sich nach kurzer Zeit um, zog einen Stuhl heran und bat Tanja freundlich, sich zu setzen. „Es ist besser, wenn sie sitzen „sprach er langsam und nahm seine Brille ab, „denn ich weiß was ich ihnen sage, wird ihnen nicht gefallen. Ich werde sie aus diesem Keuschheitsgürtel nicht befreien können. „Wie ein Kaninchen vor der Schlange starrte Tanja den Alten an. „Sehen sie selbst „sagte er, während er mit dem Finger auf das Vorhängeschloss zeigte „dieses Schloss hat einen Bügelschutz, der verhindert das ich einen Bolzenschneider oder ähnliches ansetzen kann. Aufbohren oder aufbrechen kann ich es auch nicht, da es ja unversehrt bleiben soll und noch dazu muss das Schloss entweder ein ausländisches Produkt oder eine Spezialanfertigung sein, denn es lässt sich mit einem Dietrich nicht öffnen. Wer immer dieses schicke Höschen angefertigt hat, stellte sicher das es für die Trägerin kein Entkommen gibt. „
Tanja hatte dem Vortrag wie in Trance zugehört.
„. . . . . . . und ein anderer „begann sie. „Ein anderer was“ unterbrach sie der Mann „Schlüsseldienst??. Nein, die werden ihnen die gleiche Antwort geben wie ich. „
Tanja schluckte hörbar. Sie hatte ernsthaft Schwierigkeiten die Fassung zu bewahren. „Wie lange sitzen sie denn schon in diesem Keuschheitsgürtel fest??“fragte der Alte und Tanja gab ihm bereitwillig Auskunft. „Der einzige Weg „warf der Mann ein „wird sein den Besitzer des Gürtels zu bitten, aufzuschließen. Andernfalls werden sie sich auf eine lange Enthaltsamkeit einrichten müssen. „Dabei konnte er wiederum nur schwer ein Lächeln unterdrücken.

Völlig niedergeschlagen saß Tanja in der Werkstatt des Schlüsseldienstes. Sie konnte nicht glauben was der Schlüssel Fachmann ihr da gerade erklärt hatte. Verzweifelt fing sie an mit der Faust gegen den Verschluss des Keuschheitsgürtels zu schlagen, der sie so unbarmherzig gefangen hielt. Schnell trat der alte Mann auf Tanja zu. „Lassen sie das doch, bitte. Sie tun sich nur weh und öffnen lässt sich der Gürtel so keineswegs“, sagte der Mann freundlich. „Warum habe ich nur das Gefühl „erwiderte Tanja leise „das sie sich über meine Situation auch noch lustig machen. „Der Alte zog einen Stuhl heran und setzte sich neben Tanja. „Wissen sie was Fräulein, ich mache ihnen einen Vorschlag. Ich schließe die Ladentür, heute kommen sowieso nicht mehr viele Kunden, setze einen Kaffee auf und sie versuchen etwas runterzukommen. „Tanja nickte zustimmend und der alte Mann verschwand kurz im Verkaufsraum um gleich darauf wieder neben ihr Platz zu nehmen. „Ich denke wenn eine so attraktive Dame wie sie in einen Keuschheitsgürtel gesteckt wird, dann nicht ohne Grund. Der gehörnte Ehemann oder der nicht ohne weiteres eifersüchtige Freund wird schon wissen warum, gell“ und dabei lächelte er wieder. Tanja schüttelte den Kopf. „Ich habe es ihnen ja schon gesagt, es ist anders als sie denken“ sagte sie, lehnte sich zurück und begann, während der Alte ihr den frisch gebrühten Kaffee einschenkte, die ganze Geschichte von Anfang an zu erzählen. Tanja schilderte wie sie mehr oder weniger zu dieser Faschingsparty geschleppt wurde, vom übermäßigen Alkoholkonsum und ihrem Übermut. „Schlimmer aber als dieser nicht zu lösende Gürtel um meinen Hüften ist, wieder alles und jeden verprellt zu haben. Persönliche Interessen anderer Leute habe ich mit Füßen getreten und das Vertrauen eines befreundeten Ehepaares missbraucht, indem ich nichts anderes zu tun hatte als in ihrem Schlafzimmer rumzuschnüffeln. Vielleicht sitze ich ja zu recht in der Falle „sagte Tanja und schaute zu Boden. Der Alte hatte die ganze Zeit aufmerksam zugehört, schenkte Tanja Kaffee nach und sagte dann: „Machen sie sich die Sache nicht so schwer. Erklären sie ihrer Freundin die Situation. Reden sie ganz vernünftig mit ihr und sagen sie das es ihnen leid tut. Sie wird Verständnis haben und ihnen verzeihen, da bin ich mir sicher. Jetzt konnte auch Tanja wieder lächeln und erklärte dem Alten sie müsse nun aber aufbrechen.
„Ach übrigens“ rief ihr der Mann nach „machen sie sich keine Gedanken. Ihre Freundin wird genau wissen, das von Samstag bis Montag in diesem Keuschheitsgürtel zu stecken, für sie Strafe genug war. Sie wissen was ich meine“, sagte der Alte augenzwinkernd. Tanja kam noch einmal zurück, drückte dem Alten einen Kuss auf die Wange, schnappte ihre Jacke und machte sich, nachdem sie sich für den Kaffee bedankt hatte, auf den Weg nach Hause. In knapp zwei Stunden würde Ulrike vor ihrer Haustür stehen.

Mist“, fluchte Tanja leise. Zum wiederholten Mal war ihr die S-Bahn vor der Nase weggefahren und jetzt hieß es eine halbe Stunde auf die nächste zu warten. Ausgerechnet wo sie unbedingt heim wollte. Tanja wollte auf keinen Fall an der Haltestelle herumstehen und lief in die angrenzende Fußgängerzone. Sie schlenderte an den Auslagen der Kaufhäuser vorbei und schaute sich nach interessanten CDs und Büchern um. In einer Bäckerei am Marktplatz kaufte Tanja etwas Kuchen und ein paar Kaffeestückchen ein, wollte sie Ulrike doch etwas anbieten können, wenn die sie besuchen würde.
Ulrike würde sich über Tanja’s „Beichte“ nicht freuen das war klar, aber sie würde Tanja endlich aus dem Keuschheitsgürtel befreien und nur das war wichtig. Tanja wollte nur aus diesem Ding raus. Ihre Gedanken drehten sich nur noch um ihre gefesselte Taille. Es war ein einziger Teufelskreis. Sah sie einen attraktiven Jungen in der Stadt oder meldete sich ein „guter Freund“ von ihr erinnerte sie sich leidvoll das ja nichts „ging“. Mittlerweile hatte sie sich schon ein beachtliches Sammelsurium an Ausreden ausgedacht, nicht ausgehen zu können oder gerade eben einen festen Freund zu haben. Immer war das Stahlhöschen existent und glaubte Tanja einmal den Gürtel aus ihrem Kopf verdrängt zu haben, zwickte der an irgendeiner Stelle und brachte sich wieder in Erinnerung. Tanja sehnte den Moment herbei, an dem sie aus ihrem tragbaren Gefängnis würde heraus können.
Nun galt es aber , die nächste S-Bahn nicht auch noch zu verpassen und so beeilte sie sich zur Haltestelle zurückzukommen. Nach einigen Minuten des Wartens hielt der Zug mit kreischenden Bremsen. Tanja stieg zu, kaufte ein Karte und fuhr in die Vorstadt zu ihrer Wohnung.

Von der, ihrer Wohnung am nächsten gelegenen Haltestelle hatte Tanja immer noch zehn Minuten zu Fuß nach Hause. Daheim angekommen räumte sie noch etwas Geschirr in die Spülmaschine, packte den mitgebrachten Kuchen und die Kaffeestückchen aus und begann den Tisch zu decken.
Tanja wusste nicht wie sie ihrer Freundin beibringen sollte das deren Keuschheitsgürtel ihren Unterleib gefesselt hielt und wie er überhaupt dorthin kam. Sie musste versuchen die Unterhaltung annähernd auf dieses Thema zu bringen um Ulrike dann zu erklären, was passiert war.
Tanja ging ins Badezimmer um sich die Hände zu waschen. Unwillkürlich verharrte sie vor dem Badezimmerspiegel. Wer nicht wusste das Tanja einen Keuschheitsgürtel trug oder ganz genau hinsah, konnte es auch nicht sehen. Trotzdem zupfte sie, immer noch die Angst im Hinterkopf der Gürtel könnte nach außen auffallen, nervös an ihrer Kleidung herum.
In der Küche zurück hatte sie gerade noch Zeit Wasser in die Kaffeemaschine zu füllen, als Ulrike schon klingelte. Tanja lief zur Tür, betätigte den Türöffner und ging ihrer Freundin ein Stück in den Hausflur entgegen. Herzlich begrüßte Tanja ihre Freundin, bemüht bei der Umarmung Ulrike nicht gleich bemerken zu lassen das ihre Taille von einem Stahlband umschlossen war.
Sofort begannen die Freundinnen, noch im Flur der Wohnung, Neuigkeiten auszutauschen wobei sich Ulrike etwas angesäuert gab, weil sich Tanja so lange nicht gemeldet hatte.
„Was war los, Tanja. Ich habe dich auf unserer Party kaum gesehen. Hat es dir nicht gefallen? Welcher attraktive junge Mann hatte es dir diesmal angetan?
Du bist ja kein Kind von Traurigkeit, wen hast du mit nach Hause genommen? Schieß‘ los und lass‘ dir nicht alles aus der Nase ziehen. „Tanja lächelte verlegen und schaute zu Boden. „Ich fühlte mich nicht besonders gut und Fasching ist eh‘ nicht so meine Sache, du weißt ja. „schob Tanja nach. „Oh Mann „sagte Ulrike „wir feierten bis morgens halb vier. Die Stimmung war absolut klasse und die Mischung der Gäste stimmte auch. Allerdings gab es dann doch einen kleinen Wermutstropfen. „
Tanja wurde hellhörig. „Wermutstropfen? Warum Ulrike? Was war denn passiert?
Ulrike war die Sache sichtlich peinlich. „Ich weiß eigentlich gar nicht, wie ich dir das sagen soll „entgegnete sie. „Also Jan und ich sind an dem Abend, weißt du, von einem unserer Partygäste, ähem, also wir sind bestohlen worden „sagte Ulrike. „Was, ihr seid bestohlen worden und das in eurer eigenen Wohnung?“ fragte Tanja. „Was um Himmels Willen wurde euch denn entwendet? Wertsachen, Geld oder Familienschmuck?“ fragte sie und ihre Bestürzung war echt. „Nein“ lächelte Ulrike spitzbübisch und gleichzeitig vor Scham errötend. „Nein, es war etwas persönliches. Etwas sehr persönliches, Tanja. „

„Willst du mir denn nicht sagen was euch gestohlen wurde?“, fragte Tanja. „Ich bin deine beste Freundin und wir können uns doch sonst alles erzählen“, sagte Tanja. Ulrike schaute gedankenverloren in ihre Kaffeetasse. „Ich weiß das du die Sache für dich behalten wirst, ja?“ sagte sie und Tanja nickte zustimmend mit dem Kopf. „Natürlich Ulrike ich verspreche es dir“.
„Du weißt“ begann Ulrike“ das Jan und ich nun schon seit sieben Jahren verheiratet sind. Wir lassen es in unserer Beziehung nicht langweilig werden und probieren gern neue Sachen aus, auch im Bett wenn du weißt was ich meine. „Dabei lächelte sie verschmitzt und auch Tanja musste grinsen. „Vor zwei Jahren kam Jan mit einem Magazin nach Hause, in dem eine Firma Unterwäsche der besonderen Art anbot. Es waren voll funktionsfähige Nachbildungen dieser abschließbaren Unterhosen aus dem Mittelalter. „Tanja unterbrach sie. „Du meinst sie stellen Keuschheitsgürtel her?“, fragte sie so scheinheilig wie es nur eben ging. „Ja Tanja Keuschheitsgürtel. Innen mit einer dünnen Gummischicht bezogen und gar nicht so unbequem wie man aufs erste vermuten mag. Ich war wie elektrisiert und wir beschlossen uns genauer zu informieren. Also fuhren Jan und ich zu der Firma und standen staunend vor den Vitrinen im kleinen Ausstellungsraum. „Tanja merkte wie ihr langsam warm wurde. „Ich musste so einen Keuschheitsgürtel haben und obwohl die Dinger verdammt teuer waren, kamen wir schnell überein für mich solch einen Gürtel anfertigen zu lassen. Jan half einem Angestellten meinen Unterleib genau zu vermessen, was zwar etwas peinlich war, aber nach knapp einer Stunde war alles vorbei und an den delikaten Stellen nahm Jan das ermitteln der Maße selbst in die Hand. Wir bezahlten also unsere neue Anschaffung und machten uns auf die Rückreise.
Sechs Wochen später, Jan war gerade geschäftlich unterwegs, traf der Keuschheitsgürtel per Post ein.
Gleich packte ich das Paket auf und legte mir den Gürtel an. Tanja es war ein absolut verrückt-geiles Gefühl in dieses Ding eingeschlossen zu sein. „Tanja schmunzelte, wusste sie doch ganz genau was ihre Freundin da beschrieb. „Noch dazu“ fuhr Ulrike fort „kann man diesen Keuschheitsgürtel problemlos über Tage, ja Wochen tragen. „
„Ich weiß“ sagte Tanja und war sich urplötzlich im Klaren, was sie die gesagt hatte. Mutig trat sie die Flucht nach vorne an: „Im Edelstahlband durch den Schritt sind Löcher eingebohrt und hinten ermöglicht eine kreisrunde Öffnung über dem Po die Erledigung der großen Geschäfte. „Ulrike schaute ihre Freundin mit großen Augen an. „Woher weißt du, wie solch ein Gürtel beschaffen ist?, fragte sie und runzelte die Stirn. Tanja ging zum Kühlschrank, holte eine neue Flasche Kaffeemilch hervor, stellte sie auf den Tisch und lehnte sich mit dem Rücken an die Tür des Vorratsraumes. „Ulrike, sei bitte nicht sauer“ fing sie an, „ich weiß ich hätte es schon früher tun sollen, aber ich muss dir etwas wichtiges sagen!“

Im gleichen Moment hatte Tanja das Gefühl sich zu weit nach vorne gewagt zu haben. „Du musst mir etwas Wichtiges sagen?“, fragte Ulrike und richtete stirnrunzelnd den Blick auf ihre Freundin. „Ja“ sagte Tanja „ich weiß nur nicht so recht, wie ich anfangen soll?“
„Hat es etwas mit dem Diebstahl unseres, äh wie soll ich sagen“ stotterte Ulrike“ erotischen Spielzeugs zu tun?“, fragte sie und konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Tanja stand in der Küche wie bestellt und nicht abgeholt. Unsicher kaute sie auf ihrer Unterlippe herum, merkte wie ihre Handflächen zu schwitzen begannen und glaubte ein leichtes Schwindelgefühl zu verspüren.
Ulrike war aufgestanden und bis auf drei Schritte auf Tanja zugegangen. Mit den Fingern schnippend rief Ulrike ihren Namen, denn Tanja schien plötzlich wie in Trance gefallen zu sein. „Tanja“ begann sie „du weißt doch wer den Keuschheitsgürtel genommen hat, oder??. Glaubst du nicht, es gerade mir als deiner besten Freundin sagen zu müssen??“, fragte Ulrike und redete geradezu beschwörend auf Tanja ein. „Wer war es, Tanja??Jemand von den Jungs, der mich nun mit seinem Wissen lächerlich machen will oder war es eines der Mädels das sich mit dem Gürtel einen üblen Scherz erlauben will??“, fragte sie. „Sag‘ schon, ich drehe dir keinen Strick daraus, zu wissen wer ihn genommen hat und es mir bis jetzt noch nicht gesagt zu haben.
Mich trifft auch eine gewisse Schuld denn ich hätte die Kiste von Anfang an verschlossen halten sollen. „
sagte sie. „Jetzt weiß ich es!!“, rief Ulrike und startete einen neuen Versuch Tanja den dreisten Dieb beim Namen zu nennen lassen. „Es war Christine, die naseweiße Kuh“, sagte sie, doch Tanja schüttelte verneinend den Kopf. Ulrike ließ nicht locker:“ Nein, wer dann? Patricia, Angela, Sarah oder gar“ Ulrike lachte hysterisch auf „Paula?“
„Die hochanständige Paula, die ständig ihren Mann hintergeht. Die würde blöd aus der Wäsche gucken, wenn sie sich den Keuschheitsgürtel anlegen könnte. Sie würde ihr blaues Wunder erleben. „Wieso das??“fragte Tanja leise, als sei sie eben gerade aus einem langen Schlaf erwacht. „Warum würde Paula ihr blaues Wunder erleben, Ulrike? Was hat es mit diesem Keuschheitsgürtel auf sich??, fragte Tanja und spürte wieder etwas Selbstsicherheit aufkommen. „In Ordnung“ kicherte Ulrike „Jan und ich nutzen den Keuschheitsgürtel zu einem, zugegeben außergewöhnlichen aber hochgeilen Spielchen. Fährt Jan auf eine seiner zahlreichen Geschäftsreisen, hängt der Schlüssel zum Keuschheitsgürtel an einer Kette um seinen Hals. Ist ihm danach zumute, ruft er drei oder vier Tage, manchmal auch zwei Wochen bevor er nach Hause kommt von unterwegs an und befiehlt mir den Gürtel anzulegen. Züchtig und brav muss ich dann auf die Heimkehr meines Ehemannes warten, der mich wann es ihm beliebt, aus meiner Fessel befreit. Du wirst dir vorstellen können Tanja, was sich hinter diesem Lustriegel für eine Power aufgestaut hat. Die Liebesnächte nach meiner Befreiung sind immer etwas besonderes. „Dabei grinste Ulrike wieder spitzbübisch.
„Aber was hat das mit der vermeintlichen Diebin zu tun?“, fragte Tanja und merkte abermals das ihr die Beine zu schlottern begannen.
„Ganz einfach, liebe Tanja“, antwortete Ulrike. “ Wer immer sich diesen Keuschheitsgürtel anlegt, wird die nächsten sechs Wochen gefangen sein. Jan ist seit Sonntag auf einer Geschäftsreise in Südafrika und dreimal darfst du raten, wo der Schlüssel zum Keuschheitsgürtel ist??“. Während sich Ulrike vor Freude feixend auf den Oberschenkel schlug, griff Tanja unwillkürlich nach dem Taillengurt und begann heftig daran herumzuzerren. Das durfte nicht wahr sein!

Ulrike konnte sich gar nicht mehr beruhigen und so bemerkte sie Tanja’s Verrenkungen überhaupt nicht. Tanja wusste das Zerren am Gürtel würde nichts bringen, das hatte sie schon zu oft erfahren müssen, aber die ‚Aussicht‘ sechs Wochen lang in diesem Keuschheitsgürtel eingesperrt zu sein, setzte automatisch den Versuch sich zu befreien in Gang. Ein verzweifeltes Aufstöhnen von Tanja ließ Ulrike ihren Lachkrampf unterbrechen. Ulrike richtete sich auf, ihr tat die Bauchmuskulatur vom Lachen immer noch weh, und beobachtete ihre Freundin. „Sag‘ mal Tanja, was zum Donnerwetter machst du da eigentlich?“, fragte sie verdutzt. „Kneift dein Höschen oder was ist los?“, und bei dieser Frage musste sie wieder kichern und hielt sich die Hand vor den Mund. Tanja trat komplett die Flucht nach vorne an. „Das ist es was ich dir die ganze Zeit schon sagen will“ sagte sie und holte tief Luft. „Ich bin diejenige die seit Samstagabend in deinem Keuschheitsgürtel festsitzt. „Mit einem Schlag herrschte in Tanjas Küche Totenstille und man hätte ohne Probleme das Fallen einer Stecknadel hören können. Ulrike stand wie zur Salzsäule erstarrt in der Mitte des Zimmers und traute ihren Ohren nicht. „Was hast du da eben gesagt, Tanja? Das kann ich nicht glauben. Du hast nichts besseres zu tun, als in unserem Schlafzimmer herumzuschnüffeln und schamlos das Vertrauen von Jan und mir zu missbrauchen?“ fragte sie und konnte ihre Enttäuschung nicht verbergen. Tanja fing an herumzustottern und versuchte Ulrike die Sache so gut als möglich zu erklären. Sie erzählte vom Schwips durch den ungewohnten Alkoholkonsum, ihrer Neugierde und dem Glauben zu einem echten Burgfräulein gehöre nun mal ein Keuschheitsgürtel. Dabei versuchte sie zu lächeln, doch das einzige Resultat ihrer Bemühungen war eine peinliche Grimasse. Ulrike stand noch immer schweigend und regungslos vor ihr. „Bitte sag‘ doch irgendwas“, bettelte Tanja, aber ihre Freundin schüttelte nur ungläubig den Kopf. Dann endlich, nach einer Pause die Tanja ewig vor kam, sagte Ulrike ruhig: „Ich will das du dich ausziehst. Hier und jetzt will ich sehen was ich nicht glauben kann. „Tanja bat, nein sie bettelte Ulrike an das nicht tun zu müssen, aber das Gesicht Ulrike’s sprach Bände. Sie duldete wohl keinen Widerspruch. Tanja begann also ihre Kleider abzulegen, erst die Bluse dann den Rock, bis sie nur noch im stählernen Unterhöschen vor Ulrike stand. „Bitte Ulrike, du musst mir glauben. Es tut mir leid, ich wollte doch. . . . . . „, weiter kam Tanja nicht. Mit einem Mal brannte ihre rechte Wange wie Feuer. Ulrikes Ohrfeige hatte gesessen.

Während sich Tanja die schmerzende Backe hielt, nahm Ulrike einen Stuhl und setzte sich an den Küchentisch. Sie war nicht glücklich darüber sich zu dieser Ohrfeige hatte hinreisen zu lassen. „Es tut mir leid Tanja, aber ich hoffe du kannst meinen Ärger verstehen. Ich hatte geglaubt man habe uns etwas gestohlen und muss feststellen, das du es als meine Freundin genommen hast. Das tut weh“, sagte Ulrike ruhig und sachlich. „Ja ich weiß, ich kann dich verstehen“, sagte Tanja. „Ich hatte gedacht einfach ins Schlafzimmer zurückgehen zu können, den Schlüssel aus der Truhe zu nehmen und dieses blöde Ding einfach wieder ablegen zu können“, erklärte sie. „Selbst wenn ich aus Angst es würde noch mehr gestohlen werden, die Kiste nicht abgeschlossen hätte“, antwortete Ulrike „hättest du den Gürtel nicht ausziehen können, denn der Schlüssel ist aus besagten Gründen nicht in der Truhe. Nur wenn du etwas mehr Mut gezeigt und mir die Sache gleich erzählt hättest, hätte dich Jan noch am selben Abend aus deiner bügelfreien Unterwäsche befreien können“, sagte Ulrike und Tanja glaubte schon wieder ein leichtes Lächeln im Gesicht ihrer Freundin zu sehen. „Jetzt aber“, fuhr Ulrike fort „sitzt du in der Falle und ich kann noch nicht einmal behaupten, das du mir leid tust. Wie heißt es immer so schön, Tanja. Manchmal werden Sünden sofort bestraft und für dich stellt deine Muschi hinter Schloss und Riegel ja eine besonders harte Strafe dar. Jetzt ist erst einmal Schluss mit dem Abschleppen zweifelhafter Männerbekanntschaften und das tugendhafte Leben wird wieder etwas in den Vordergrund rücken“, sagte Ulrike und grinste spöttisch. „Aber du wirst doch“, fragte Tanja „bestimmt irgendwo einen Nachschlüssel haben oder mir sonst sagen können, wie ich aus diesem Ding herauskomme, oder?“
„Was hätte ein Keuschheitsgürtel für einen Sinn, wenn man gerade wie man es braucht aus dem Teil heraus könnte?“, fragte Ulrike und setzte wieder ihr schelmisches Lächeln auf. „Nein Tanja, du wirst aus dem Keuschheitsgürtel nicht entkommen können. Das der ausbruchsicher ist, darauf haben Jan und ich Wert gelegt. Selbst ein Schlüsseldienst könnte dich nicht befreien, glaube mir“, sagte Ulrike.
„Diese Erfahrung habe ich“, antwortete Tanja „schon machen müssen, nur ich kann doch nicht sechs Wochen in diesem Keuschheitsgürtel herumlaufen.
„Wieso nicht“, entgegnete ihr Ulrike. „Ich bin sehr erstaunt wie genau der Gürtel dir passt, was anderseits dein Glück ist, denn so kannst du vernünftig zur Toilette gehen und der Keuschheitsgürtel ist doch sicher“, sagte sie. „Du kannst mir glauben“, erwiderte Tanja „das ich darauf gerne verzichten könnte. Jetzt musste auch Tanja lächeln. Ulrike stand auf, suchte ihre Sachen zusammen und sagte: „Ich muss los Tanja. Auf mich wartet zu Hause noch Arbeit. Zieh‘ dich an und komme nicht auf die Idee, morgen aus irgendeinem fadenscheinigen Grund nicht zur Arbeit zu kommen. Ich würde jedem in unsere Abteilung sagen, warum du nicht kommst“, sagte Ulrike und zwinkerte Tanja zu. „Im übrigen erwarte ich dich morgen nach der Arbeit bei mir zu Hause. Für deinen Vertrauensmissbrauch habe ich mir zusätzlich noch einen kleinen Denkzettel für dich ausgedacht „sagte Ulrike, zog sich grinsend ihre Jacke über und ließ Tanja nachdenklich zurück.

Krachend fiel die Wohnungstür hinter Ulrike ins Schloss. Tanja atmete erst einmal tief durch um gleich darauf wieder das nervöse Nagen an der Unterlippe zu beginnen. Abgesehen von der Ohrfeige die sie sich eingefangen hatte, war ihr „Geständnis“ ja glimpflich verlaufen, wenn da nicht Ulrikes Ankündigung dieses „Denkzettels“ für Tanja gewesen wäre. Nackt und leicht zitternd stand sie in ihrer Küche und dachte nach. Was würde Ulrike mit ihr vorhaben und würde sie tatsächlich sechs Wochen lang in diesem Keuschheitsgürtel eingeschlossen bleiben müssen? Vielleicht kam Jan ja früher von seiner Geschäftsreise zurück.
Zwischen ihren Brüsten hindurch schaute Tanja nach unten. Da hing er also ihr stählerner Begleiter. Innerhalb weniger Tage hatten diese paar Quadratzentimeter Edelstahl, etwas Neoprengummi und ein Vorhängeschloss Tanja’s Leben völlig auf den Kopf gestellt. Nicht nur sich morgens zu waschen und abzutrocknen war zeitaufwendiger geworden, sogar der Gang auf’s Klo musste neu organisiert werden. Zudem verzichtete Tanja wohl oder übel auf ihre aufreizend knappen und enganliegenden Röcke und Blusen, denn darunter zeichnete sich nur zu gut der stählerner Taillengürtel und der Schrittgurt ab. So bevorzugte sie nun weit geschnittene Oberbekleidung und knielange Röcke.
Unter der Woche stand noch das Training mit der Volleyballmannschaft auf dem Plan und Tanja musste sich noch eine gute Ausrede einfallen lassen, warum sie anschließend nicht mit der Mannschaft duschte, wollte sie nicht jeder Mitspielerin erklären was es mit diesem besonders stabilen Kleidungsstück auf sich hat, das da ihre Hüften ziert. So war dieser Keuschheitsgürtel nicht nur eben eine Fessel, die ihr den Geschlechtsverkehr und das masturbieren verwehrte, sondern auch massiv ihre festgefahrenen und liebgewonnenen Gewohnheiten durcheinander warf.
Doch nun galt es erst einmal den morgigen Arbeitstag und Ulrikes „Strafaktion“ zu überstehen.
Tanja hatte sich aber geschworen, was immer Ulrike mit ihr anstellen würde, nicht zu jammern oder um Gnade zu winseln. Sie wollte partout nicht das Gesicht verlieren und Ulrike keinen Triumph gönnen.
Diese Suppe hatte sie sich selbst eingebrockt und würde sie ohne zu zaudern auslöffeln. Über diese Gedankenspiele begann sie zärtlich ihre Brustwarzen zu liebkosen und merkte schnell wie sich die aufkommende Lust nach mehr ihren Weg bahnte. Mit einem Lustseufzer glitt ihre Hand über den Bauch langsam Richtung Unterleib um dann. . . . . . . . . . . . . doch nur wieder auf ihr restriktives Unterhöschen zu stoßen. Frustriert ließ Tanja von sich ab. Heiß und feucht gierte ihre Muschi nach Zärtlichkeiten, ohne das sie sich Erlösung verschaffen konnte. Tanja trottete ins Badezimmer, um sich mit einer kalten Dusche wieder auf andere Gedanken zu bringen.

Kaum hatte Tanja Platz genommen, fuhr die Straßenbahn auch schon rumpelnd und ratternd an. Kilometer für Kilometer kam die Softwarefirma, in der Tanja seit fünf Jahren arbeitete, näher. Sie hatte sich aus dem Bett gequält, nach Dusche und Frühstück abermals ihre, unter dem Taillenband leicht gerötete Haut eingecremt und sich auf den Weg zur Arbeit gemacht. Ihre Freundin Ulrike würde nur darauf warten, das sie wiederum nicht ins Büro käme. Ausnahmslos jedem, vom Chef bis zum kleinsten Azubi würde sie erzählen, das Tanja in diesem grässlichen Keuschheitsgürtel eingeschlossen war. Da war sich Tanja sicher, wenn Ulrike auch auslassen würde in wessen Schlafzimmer dieses seltsame Höschen gelegen hatte. Allein der Gedanke der Lächerlichkeit auf diese Art und Weise preisgegeben zu werden, ließ Tanja erschaudern.
Nervös rutschte sie auf ihrer Sitzschale herum. Sie wusste nicht was schlimmer war, ihrem Arbeitsplatz immer näher zu kommen oder einfach das Gefühl nicht loszuwerden, jeder in diesem S-Bahnwagen wisse von ihrer stählernen Unterwäsche. Noch dazu hatte sie festgestellt, das ein junger Mann im hinteren Teil des Wagens begonnen hatte sie ausführlich zu mustern. Offensichtlich fand er Tanja sehr interessant und versuchte einen Blickkontakt herzustellen. Tanja spürte seine Blicke wie Nadelstiche und fühlte sich unbehaglicher denn je. Sie versuchte krampfhaft, im scheinbar immer kleiner und enger werdenden Wagen einen festen Punkt zu fixieren um sich abzulenken. Als dann auch noch die ältere Dame auf dem Nachbarsitz begann sich zum Aussteigen fertigzumachen, wurde es Tanja unangenehm warm. Just zu dem Zeitpunkt als die Alte aufstand, erhob sich auch der Junge von seinem Platz und bewegte sich auf den nun freien Sitz neben Tanja zu. „Entschuldigung“, sagte er „ist der Platz neben ihnen noch frei??. Tanja merkte wie sie mit dem Kopf nickte, gerade so als seien ihre Reaktionen plötzlich ferngesteuert. „Hallo“ sagte der Junge sich hinsetzend, „ich bin der Dirk und dachte wenn wir schon dieselbe Fahrtstrecke haben, könnten wir uns doch etwas unterhalten, oder??“ Tanja hatte das Gefühl das Schlagen ihres Herzens könne man im ganzen Wagen hören. Ansonsten um keine Antwort verlegen, schon gar nicht auf so eine plumpe Anmache, versuchte sie Zeit zu gewinnen und ließ sich mit der Antwort so viel Zeit als möglich. Endlich kam „ihre“ Haltestelle in Sichtweite und gleichzeitig wie von einer Tarantel gestochen stand sie auf und sagte: „Hallo ich bin Tanja, aber ich muss hier aussteigen“. Sie stürzte mehr als sie lief aus der Bahn.
Tanja atmete tief durch als sich die Türen hinter ihr schlossen und sich die Straßenbahn wieder in Bewegung setzte. Hinter der Scheibe blieb ein etwas ratlos blickender Fahrgast zurück, der sich bemühte ihr zum Abschied zu winken.
Tanja zupfte ihren Rock zurecht und ging auf die Eingangstür ihrer Arbeitsstelle zu, hinter der sie die Empfangsdame freundlich begrüßte. „Hallo Tanja. Wir hatten dich gestern schon vermisst. Geht es dir heute wieder besser, ja??“ Tanja murmelte irgendetwas von einer leichten Magenverstimmung und ging flugs die Treppen zu ihren Büro hinauf.

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