Devote Lady ausgeliefert

Es war Sommer, und die Temperaturen in der kleinen Dachsuite des Hotels waren hoch. Aber er wollte dieses Zimmer, hatte es ausgesucht wegen der freiliegenden Dachsparren und der fremdartigen Atmosphäre.

Meine Blicke schweiften durch den Raum, fielen auf den breiten Futon, der mit Leisten aus gelochtem Stahlblech umrandet war. Deren runde Öffnungen waren groß genug, um solide Stricke hindurchzuziehen … Seile, mit denen er mich kreuz und quer verschnüren konnte, wenn ihm danach war. Einen Moment lang dachte ich daran, das Zimmer zu erkunden, wollte ich die Schränke öffnen, ins Bad gehen, auf den Balkon treten, aber er hatte mir strengstens untersagt, das zu tun. Sicherlich hatte er Gründe dafür …

Langsam und mit lasziven Bewegungen begann ich, mich auszuziehen, ließ meine Kleider auf den Teppich gleiten. Aus dem kleinen Koffer, den ich mitgebracht hatte, nahm ich den schwarzen, hautengen Lederbody, der im Schritt einen von beiden Seiten zu öffnenden Reißverschluss hatte, und zwängte mich hinein, bis das Leder eng an meiner rasierten Scham anlag. Selbstversunken zog ich die schwarzen selbsthaftenden Nylons an  – „Falke mit breiter Spitze“, wie er befohlen hatte –, legte mir das Lederhalsband an und zog am Ende die High Heels mit den langen, dünnen Stahlabsätzen an. Dann ließ ich meine Finger in die langen schwarzen Lederhandschuhe gleiten … 

Ich stellte mir vor, wie er mit strengen Blicken mein Outfit prüfen würde und zog das Leder der Handschuhe stramm, bis es glatt auf meiner Haut lag. „Du sollst makellos aussehen“, hatte er befohlen. „Ich möchte dich in eine perfekte Sklavenstatue verwandeln“.

Ich betrachtete mich im Spiegel, der neben dem Futon an einer Wand angebracht war. Ich sah gut aus, verführerisch gut. Und ich genoss mich so.

Der dunkle Lippenstift von Dior, den ich mir nach seinen Anweisungen gekauft hatte, passte gut zu meinem schwarzen Haar und zu meinen Augen. Und der Konturstrich, der meine Lippen betonte, gab meinem Gesicht eine verruchte, frivole Note.

Ich drehte mich zur Mitte des Raums und schaute nach oben, wo etwa 50 cm über mir einer der Holzbalken freilag. „Bring eine Kette mit, die lang genug ist“, hatte er mir befohlen. Unsicher schaute ich auf den Balken, dann warf ich die Stahlkette, die ich in einem Baumarkt gekauft hatte, nach oben. Scheppernd legte sie sich um den Balken. Ich hielt meine Hände hoch und korrigierte die Länge der herunterhängenden Kette, bis das letzte Glied etwa meine Fingerspitzen erreichte. Dann machte ich das obere Ende der Kette mit einem Karabinerhaken fest. Am Ende der Kette befestigte ich mit einem anderen Karabinerhaken ein Paar Handschellen aus Stahl.

Im Geiste hörte ich seine Stimme und seine Worte, die er mir zum Abschied vor drei Wochen zugeflüstert hatte: „Du weißt, dass ich wiederkommen werde. Und Du weißt auch, dass du bereit sein musst, jederzeit. Wann ich will. Und dass ich deine Erziehung fortsetzen werde“. 

Kurz nach diesem Treffen hatte er mir mit der Post eine schwarze Trense aus Vollgummi geschickt, die er in einem Reitsportgeschäft gekauft und nachträglich mit einem breiten Lederriemen versehen hatte, den man im Nacken verschließen konnte. Ganz ohne Vorwarnung kam diese Trense als Päckchen bei mir an und auf einem Zettel, der der Sendung beilag, stand lakonisch: „Ich weiß, dass du Knebel hasst, aber es ist mein Wunsch, dich später an dieser Trense durch unser Spielzimmer zu führen!”

Eine maßlose Wut stieg in mir auf, als ich das Päckchen geöffnet hatte. Ich war empört. Ich war außer mir über diesen Wunsch und habe die Trense angewidert in den Karton zurückgelegt.

Zwei Tage lang hat sie dort gelegen. Zwei Tage, in denen ich mit mir gehadert habe, den Kontakt zu ihm sogar abzubrechen. Für wen hielt er mich? Für sein Pony? Für ein Tier, das er einzäumen konnte?

Aber ich wusste auch, dass er mich strafen würde, wenn ich nicht gehorchte. Und dass er vielleicht nie mehr wiederkommen würde, wenn er mich nur in einem einzigen Detail anders vorfinden würde, als er es mir gemailt hatte.

Und so habe ich die Trense eines Abends doch wieder ausgepackt und sie zwischen die Zähne gesteckt. Widerwillig! Ich habe mir die Riemen im Nacken geschlossen und mir vorgestellt, wie er mich betrachten und sich an diesem Anblick weiden wird. Wie seine Fingerspitzen über meine Wangen streicheln werden und seine Hände mein Haar berühren werden: „Brav, meine Kleine!“

Der Gedanke daran machte mich scharf, aber die Trense selbst bewirkte nur Ekel in mir. Ich wusste, dass er meinen Widerstand brechen wollte, bis ich bereit war, mich ihm zu fügen. Aber es ging nicht … Es war tatsächlich meine Grenze – und deshalb nahm ich die Trense wieder ab. 

Wie befohlen hatte ich die Gummitrense zwar für unser Treffen mitgebracht, aber trotzig legte ich sie ihm aufs Bett, dass er sehen konnte: Ich hatte ihm nicht gehorcht! Dass er mich dafür strafen würde, war mir klar, aber er sollte auch sehen, dass ich nicht zu dem Typ von Sklavinnen gehörte, die alles mit sich machen ließen!

In zehn Minuten würde er da sein. Und er wollte mich hilflos an diesem Dachbalken hängen sehen. Unverrückbar  – und ohne jede Möglichkeit der Selbstbefreiung.

Statt der Trense legte ich die schwarze Augenbinde aus Leder an und knotete ich sie fest zu. Blind gemacht tastete ich nach den Handschellen, stellte mich auf die Zehenspitzen. Ich schluckte kurz und atmete tief durch. Dann klickte ich mich unwiderruflich an die Stahlkette fest: Stumm gemacht und vollkommen ausgeliefert stand ich plötzlich im Zimmer. 

Die letzten Sekunden meiner Selbstfesselung waren so schnell vorübergegangen, dass ich erst jetzt begriff, in welche Lage ich mich gebracht hatte. Ich zerrte an meinen Fesseln, versuchte, den Handschellen und der Kette wenigstens ein paar Millimeter Spiel abzugewinnen, aber das Metall gab nicht nach, im Gegenteil: Die Kanten der Handschellen drückten sich nur enger in meine Haut.

In zehn Minuten würde er kommen, hatte er gesagt. Falls er pünktlich war … Ich konzentrierte mich auf meinen bloßgelegten Körper, wand mich in meiner Fesselung, begann sie zu genießen. Wozu hatte er mich gebracht in den wenigen Wochen, die wir uns kannten? Wie groß war mein Vertrauen zu ihm gewachsen, dass ich solche Dinge mit mir geschehen ließ? Was hatte er mit mir gemacht??

Die Minuten krochen, und das Ticken der Zimmeruhr gab einen gespenstischen, kühl hämmernden Ton. er ließ mich warten. Er spielte mit meiner Ungeduld, spielte mit meiner Geilheit, während ich wie eine Spinne in seinem Netz hing. Dabei hatte er es nicht einmal selbst gesponnen, sondern ich war ihm ganz aus eigenen Stücken gefolgt. Und doch genoss ich meine Verstörung und Hilflosigkeit. In meiner Vagina brodelte es und ich spürte, wie unanständig feucht ich geworden war, ohne dass er mich nur ein einziges Mal berührt hatte.

Dann plötzlich ein Geräusch. Eine Tür öffnete sich. Schritte kamen näher. Und plötzlich stand er vor mir …

Ich war aufgewühlt. Ich fürchtete ihn, aber ich konnte es auch kaum erwarten, dass er endlich da war. Ich schämte mich meiner Hilflosigkeit und gleichzeitig erregte sie mich. Noch immer war ich wütend auf ihn, weil er mir die Trense aufzwingen wollte. Er wusste genau, dass sie ein Tabu darstellte, und ich fragte mich, warum er mir das antun wollte. Würde er mich strafen deswegen? Einerseits war froh dass er endlich da war. Und doch: Etwas in mir machte mir großes Unbehagen …

Die stille im Raum war unerträglich. Er sagte kein Wort, aber ich spürte, dass er mich beobachtete. Mein Unbehagen stieg. ich zuckte zusammen, als er mir zart über mein Haar strich, mich auf die Stirn küsste.

Er wusste genau, was in mir vorging, er kannte mich in- und auswendig. Mit Sicherheit hatte er die Trense auf dem Bett längst gesehen, aber er sagte nichts. Vielleicht wusste auch er, dass er einen Schritt zu weit gegangen war.

Wie gern hätte ich ihn jetzt umarmt, mich an ihn geschmiegt, dankbar dafür, dass er endlich in meiner Nähe war, aber meine Fesseln ließen es nicht zu. Noch einmal küsste er mich sanft auf die Stirn und sagte: „Ich bin stolz darauf dass du die Trense nicht angelegt hast, meine Kleine! Ich weiß, dass es dich innere Kämpfe gekostet hat, aber ich will eine Sklavin mit Verstand und Würde: Kein Objekt, das mir blind und dumm gehorcht. Deshalb werde dich belohnen für deine Tapferkeit.“ Zärtlich strich er über mein Haar, und eine große Last fiel von mir ab. Ich war so froh, dass er mich nicht zu etwas zwingen wollte und ich bekam Hochachtung vor seiner Erfahrung und vor seiner Intuition.

Unsanft zog er jedoch plötzlich meinen Kopf nach hinten: „Aber ich hätte erwartet, dass du mir dein Hadern in einer E-Mail mitteilst und mich gebeten hättest, meinen Wunsch um deinetwegen zurückzunehmen. In diesem Punkt hast du gefehlt, und du weißt, dass dies nicht ohne Folgen bleiben wird.“

Dann entfernten sich seine Schritte wieder. Er ging in eine Ecke des Raumes und ich hörte, wie er sich bückte, die Schranktür öffnete und nach etwas zu suchen schien, das er dort versteckt hatte. Ich hörte, wie er die Tür wieder schloss und auf mich zuging. Er sagte kein Wort und ließ mich erneut nur diese Stille empfinden, die für mich unerträglich wurde.

Plötzlich ein Pfeifen links neben mir. Ein Zischen, das die Luft vibrieren ließ. Und sofort ein nochmaliges Zischen rechts von mir. Instinktiv zuckte ich zusammen, warf meinen Kopf von der einen auf die andere Seite. Seine Gerte sauste schneidend durch die Luft und stimmte mich darauf ein, dass er mich nun bestrafen würde. In Erwartung des ersten Schlages spannte ich meinen Körper. Noch einmal zischte es neben mir durch die Luft. Ich hielt den Atem an …

Aber anstatt des erwarteten Schlages spürte ich, wie er ganz sanft das Ende der Gerte, an dem sich ein kleines Bändchen befinden musste, an meiner Schulter ansetze und damit zart über meine Haut strich, so zart, als sei es eine Feder. Wie ein Maler mit seinem Pinsel zog er lange Bahnen über meinen Körper, strich senkrecht und waagerecht meinen Rücken hinunter bis zum Po, setzte erneut am Nacken an, führte die Gerte meine Wirbelsäule hinunter und malte in diagonalen Strichen kleine Kreuze auf meine Pobacken. Er wärmte mich auf; er stimmte mich ein und belohnte mich. 

Dann berührten mich auch seine Hände: Er umfasste meine Unterarme, strich sanft darüber und massierte im Streicheln leicht meine Haut. Er berührte meine Oberarme und tastete sich im Zeitlupentempo bis zu den Schulterblättern hinunter. Berührte mich mit den Fingerspitzen, kreiste meine Hüften hinab und wieder hinauf. Ich presste meinen Körper an seinen und spürte seine Wärme und das weiche Latex seiner Hose. Einen kurzen Moment presste auch er sich an mich, ließ mich seine Erregung spüren. Aber sofort kniff er in meine Haut und unterbrach seine Zärtlichkeiten. Mit seinen Fingernägeln kratzte und ratschte er drohend meine Haut hoch, bis er die Handschellen erreichte, die meine Arme noch immer über hielten. An meinen Haaren zog er mir den Kopf in den Nacken und drohte: „Beherrsch dich, kleine Schlampe!“ Er umfasste meine Handgelenke und hielt sie eine Weile nur fest, dann schloss er die Handschellen auf, führte meine Arme behutsam nach unten und massierte sie.

„Brav, meine Kleine. Brav, wie still du all die Minuten gehalten hast!“, hörte ich ihn mit sanfter Stimme sagen.

„Danke, Herr“, erwiderte ich erleichtert. „Und Danke auch für deine Zärtlichkeiten.“

Doch plötzlich machte er einen Schritt von mir weg, ließ meine Hände unvermittelt los und wechselte die Stimmlage: „Platz!“ , sagte er. Sein Kommando kam so bestimmend wie die Gerte, die er wieder neben mir zischen ließ. Ich zuckte zusammen und wusste, dass er mich nun strafen würde dafür, dass ich ihn nicht ausdrücklich gebeten hatte, auf seinen Wunsch mit der Trense zu verzichten.

Gehorsam kniete ich mich hin, klappte meinen Körper wie ein Taschenmesser nach vorn und taste mich vorsichtig mit dem Kopf nach unten, bis meine Stirn den Teppich berührte. Ich legte meine Arme hinter den Rücken und kreuzte sie, ließ es zu, dass er mit einem Nylonseil unverrückbar meine Hände fesselte. Wehrlos war ich ihm ausgeliefert und schutzlos ragte mein Hintern ihm entgegen. 

„Du siehst ein, dass ich im Recht bin, dich zu bestrafen?“, fragte er.„Ja, Herr“, antworte ich.

„Du möchtest mir die Gründe dafür nennen?“

„Ja Herr!“

„Ich höre“, sagte er lakonisch.

„Ich habe Unbehagen gespürt, die Trense zu tragen“, antworte ich. „Aber anstatt dich zu bitten, mir diesen großzügig Wunsch zu erlassen, habe ich eigenmächtig die Trense nicht angelegt.“

„Ist das Gehorsam?“

„Nein, Herr!“

„Wolltest du nicht aber gehorsam sein?“

„Doch, Herr, aber …“

Er unterbrach mich barsch und presste die Sohle seines linken Stiefels in meinen Po. Die Spitze seiner Gerte berührte meine Wange. „Kein aber …“, maßregelte er mich.

„Entschuldige, Herr! Ich werde mich bemühen.“

„Ich weiß von diesem zwiespältigen Gefühl in dir, meine Kleine. Aber ich will nichts anders, als die Grenzen deiner Devotheit zu erweitern, was am Ende nicht nur mir dient, sondern auch dir. Siehst du ein, dass ich dich dafür strafen muss?“

„Ja, Herr!“

„Wirst du mir versprechen, an dir zu arbeiten und darüber nachzudenken?“

„Ja, Herr! Ich will an mir arbeiten.“

„Und nie wieder etwas eigenmächtig entscheiden, ohne meine Erlaubnis einzuholen!“, ergänzte er. „Bist du bereit, deine Strafe in Empfang zu nehmen?“

„Ja, Herr! Ich bin bereit dazu.“

„Ich halte 20 Schläge auf deinem nackten Arsch für angemessen. Du kannst wählen – die Gerte, den Paddel oder die Peitsche mit den weichen Lederschnüren.“

„Danke für deine Großzügigkeit, Herr, dass ich wählen darf“, sagte ich mit einem ärgerlichen Unterton. „Dann bitte ich dich nur darum, mich nicht mit der Gerte zu strafen.“

„So?“, fragte er kurz, und wieder machte sich Stille breit.

Dann plötzlich zog er meinen Kopf an den Haaren nach hinten, sodass ich kurz aufschrie.

„Glaubst du, dass das der richtige Ton ist, mich um etwas zu bitten?“, fragte er verärgert.

Ich antworte nicht.

Wieder zischte die Gerte laut durch die Luft. Ich erschrak, hielt die Luft an. Aber kein Schlag traf mich.

„Nun, ich warte auf eine Antwort“, sagte er leise, fast zärtlich. Aber seine Tonlage klang gefährlich.

„Nein, Herr, es tut mir Leid, dass ich diesen Ton gewählt habe.“

„So? Es tut dir also Leid, du kleine geile Schlampe. Nun, du hast es nicht anders gewollt. Die Gerte ist wohl das einzig Richtige, das dich zur Einsicht bringt. Und wehe dir, wenn du auch nur einen Ton von dir gibst.“

Noch einmal spürte ich seine zärtlichen Hände auf meiner Haut. Er wusste dass ich die Gerte hasste, er wusste, dass ich den beißenden Schmerz nicht ertragen würde. Aber mein Bitten und Flehen halfen nicht. Er drohte mir, die Trense doch noch anzulegen – und ich sagte nichts mehr, hielt still, schloss die Augen und wartete auf die Strafe, die mir bevorstand.

Mehrmals zischte die Gerte durch die Luft, aber er schlug mich nicht – noch nicht. Er genoss meine Angst, und ich konnte mir vorstellen, wie er lächelnd dastand, wenn ich jedes Mal zusammenzuckte.

Plötzlich berührte er mich mit der Gerte, strich damit über meinen Rücken, meine Beine, meinen Hintern.

Und dann schlug er plötzlich zu.

Es war wohl nur die Angst in mir, dass ich aufschrie, denn der Schlag selbst tat nicht weh. Aber dann folgten weitere Schläge, wurden immer härter. Ich biss die Zähne zusammen, versuchte, den Schmerz zu ertragen. Wie viele Schläge waren es? Fünf, sechs oder mehr …?

Sie hörten so plötzlich auf, wie sie begonnen hatten.

Wie gut es tat, seine Hände zu spüren, die zärtlich meinen Hintern streichelten, um mir den Schmerz zu nehmen. Lustvoll stöhnte ich auf.

„Hatte ich nicht befohlen, dass du still sein sollst?“

„Ja, Herr, verzeih mir, aber es tat so furchtbar weh. Ich weiß, ich habe es verdient.“

Er sagte nichts, löste meine gefesselten Hände, half mir auf die Beine. Nur eine Sekunde lang ließ er es zu, dass ich mich dankbar an ihn schmiegte.

Er konnte so zärtlich sein und war gleichzeitig so unnachgiebig hart.

Und es war extrem demütigend für mich, wenn ich ihn bitten musste, ihn anflehte, mich an ihn schmiegte und er mir diese Berührungen nicht erlaubte.

Dann nahm er plötzlich meine Arme nach oben und kettete mich wieder an. Er schlug mir auf die Innenseiten der Oberschenkel und zwang mich, meine Beine zu spreizen. Es geschah mit einer Härte, die ich nicht gewohnt war und mir war klar, dass er nun die Strafe vollziehen wird und alle Versuche, ihn um den Finger zu wickeln, um sie zu mildern, erfolglos sein würden. Ich hatte ihn zu sehr verärgert.

Wieder küsste er mich auf die Stirn, strich mir durchs Haar, fuhr mit seinen Fingerspitzen noch einmal zart an meiner Wirbelsäule entlang, berührte und küsste zart meine Brust, streichelte meine Hüfte.

Meine Lust wuchs, ich konnte sie nicht verbergen, wollte mehr davon, wünschte, er würde nie damit aufhören … Doch genau das passierte. Ganz unerwartet. 

Er sagte kein Wort. Er entfernte sich, und wieder war es still, sehr still. Es war, als wäre die Zeit stehen geblieben. Dann plötzlich spürte ich etwas Weiches auf meinen Schultern und ich wusste, dass mir der Rest der Strafe bevorstand. Er hatte die Peitsche mit den weichen Lederriemen gewählt. Und so, wie er mich fixiert hatte, wusste ich, dass kein Teil meines Körpers unverschont bleiben würde …

 „Eins“, hörte ich ihn mit scharfer Stimme sagen. Und im selben Augenblick spürte ich, wie die Enden der Lederriemen mit voller Wucht mein linkes Schulterblatt trafen. Der Schlag tat weh, aber er schmerzte nicht unerträglich, da die Lederriemen so zahlreich waren, dass deren harte Enden und Spitzen nicht einzeln auf meine Haut trafen, sondern als Ganzes. Dennoch stöhnte ich auf.

Sofort legte sich seine Hand auf meinem Mund und hielt ihn drohend zu. Er blieb eine Weile so hinter mir stehen, zwang mich, durch die Nase zu atmen. Dann band er ein Tuch um meinen Mund und verknotete es im Nacken. Mit derselben scharfen Stimme wie beim ersten Mal hörte ich ihn „zwei“ rufen. Die Peitsche traf mein rechtes Schulterblatt, dann wieder das linke, dann noch einmal das rechte. „Drei, vier“, hallte es in meinen Ohren.

Er schlug mich ohne jede Weichheit und ohne ein Zeichen von Kompromiss. „Fünf, sechs“, zählte er, „sieben, acht“ und schlug abwechselnd viermal auf meine linke und rechte Pobacke. Wieder wollte ich aufstöhnen, aber ich riss mich zusammen. Meine Haut brannte von den Schlägen und doch löste das Feuer Lust in mir aus. „Neun – zehn – elf – zwölf“. Diesmal trafen die Lederriemen in der Reihenfolge rechte Schulter, linke Pobacke, linke Schulter und rechte Pobacke auf. So schnell, dass ich mich innerlich nicht einmal darauf einstellen konnte und es einfach geschehen ließ. Die Entschlossenheit, mit der er mich schlug, zeigte mir, wie ernst es ihm mit seiner Strafe war. Diesmal war es kein Spiel mehr, diesmal war es eine strenge und konsequente Abrichtung – eine regelrechte Lektion.

Die Riemen der Peitsche trafen mich an den Hüften, an den Innenseiten meiner Schenkel, an den empfindlichen Stellen unterhalb der Achseln … Und der Rhythmus, in dem er schlug, war in keinster Weise vorhersehbar. Mal schlug er dreimal hintereinander, dann nur zweimal. Dann wieder stoppte er mitten im Rhythmus ab und hielt inne, ließ mich in meiner Erwartung leer laufen. Dann wieder schlug er unvermittelt zu. „Vierzehn, fünfzehn, sechzehn.“ So lange, bis er spürte, dass ich meine Widerstände aufgab und mich ihm und seinen Schlägen willenlos ergab.

Ich sank auf die Knie, als er meine Hände von der Kette losband und mir das Mundtuch abnahm. Ich tastete über meinen Po, spürte die Hitze auf der Haut, die leichten Schwellungen, die von den Riemen gebildet hatten. Er griff in mein Haar, dirigierte meinen Kopf nach vorn und sagte: „Beweg dich“. Ohne dass ich eine Chance hatte aufzustehen, zog er mich nach vorn, dass ich auf allen Vieren kriechen musste, wohin er mich führte. „Knie!“, befahl er mir. Er selbst aber setzte sich auf einen Stuhl. „Du darfst deinen Kopf in meinen Schoß legen“, erlaubte er mir. „Du warst sehr tapfer und ich bin stolz auf dich, dass du ertragen hast, was ich für dich vorgesehen hatte.“

Ich ließ meinen Kopf nach unten sinken und vergrub mein Gesicht auf seinen Oberschenkeln, rückte mit der Stirn hoch zu seinem Bauch. Meine Arme legte ich um seine Hüften, hielt mich fest an ihm, drückte ihn an mich. „Danke, Herr!, flüsterte ich. „Danke für deine Bestrafung und deine Strenge!“ 

Seine Hände strichen durch mein Haar und über meine Schulterblätter. Sanft kreiste er über jeden Quadratzentimeter meiner Haut und immer wieder streichelte er mein Haar. Ich drückte ihn, presste meinen Körper so fest es ging an ihn, um die Nähe und Dichte auskosten zu können, die ich empfand. Irgendwie verschmolz ich mit ihm, wurde eins mit ihm. Und ganz allmählich begriff ich, dass es die Versöhnung nach der Strafe war, die mich so erfüllte. Dass es die Weichheit war, die mich nach all der Härte so tief durchströmte.

„Heb deinen Kopf“, sagte er nach einer Weile sanft. Ich hob meinen Kopf und ließ es zu, dass er über meine Wangen streichelte, meine Stirn küsste, meinen Hals. „Steh auf!, sagte er. Ich stand auf und ließ mich meinen Körper von ihm drehen, bis ich mit dem Rücken zu ihm stand. Seine Lippen berührten meinen Po. Ganz sanft küsste er meine von Striemen gezeichnete Haut, strich mit den Fingerkuppen darüber und kühlte mein brennendes Fleisch mit den Innenseiten seiner Handflächen. Plötzlich fasste er zwischen meine Schenkel und presste seine Finger an meine Scham. Ich stöhnte kurz auf und wünschte mir, dass er spüren würde, was ich seit Minuten still dachte: dass er in mich eindringen und mich nehmen würde! Und er ahnte meine Gedanken …

Vorsichtig öffnete er den Reißverschluss meines Bodys und zog ihn vom Steißbein an nach vorn auf. Seine Hand glitt zwischen meine Schamlippen, die feucht vor Lust waren. Sie hielt dort inne und presste sich nur ein Stück weit gegen meine Klitoris. Geil stemmte ich mich ihm entgegen, nahm in kurzen Auf- und Abbewegjungen, den Druck auf, den er auf mich ausübte. Ein paar Sekunden lang ging er auf mich ein, ließ es zu, dass ich mich selbst erregte. Aber dann schlug er auf meinen Hintern und sagte streng „Contenance!“

Er fasste meinen Hüften und drückte mich wortlos nach unten. „Du weißt, dass ich Beherrschung von dir verlange, kleines Fickstück.“

„Ja, Herr“, antworte ich – verwirrt und wütend darüber, wie abrupt er meine Lust unterbrochen hatte. Wie stark war er, dass er sich so sehr unter Kontrolle hatte? Wie viel Grausamkeit wollte er noch ausschütten über mich?

„Platz!“, sagte er mit fordernder Stimme. „Reck deinen geilen Arsch hoch, so weit du kannst.“ Gehorsam kniete ich mich hin, klappte meinen Körper wieder in die Taschenmesserstellung und senkte meinen Kopf auf den Teppich. „Arme im Nacken verschränken“, hörte ich ihn sagen. Ich tat, was er von mir verlangte und hielt ihm meinen Po entgegen.

Dann wieder Stille. Er ging zum Schrank, suchte etwas, fand es und kam zurück. Mit den Spitzen seiner Stiefel drängte er so weit es ging meine Füße auseinander. Dann kniete er sich neben mich, hob meinen Hintern leicht an und tastete sich zu meiner Lustgrotte vor. Wortlos drückte er mir einen Vibrator ein Stück zwischen meine Schamlippen. „Wage nicht, deine Schenkel zu schließen!“, drohte er. Dann träufelte er ein paar Tropfen Massageöl auf mein Steißbein und ließ das Öl in meine Ritze laufen. Er wusste, dass ich Massagen mag und dass sie mich total verrückt machten. Seine Finger massierten mich in kreisenden Bewegungen, strichen über die geschwollene Haut meines Pos, linderten spürbar das Brennen. Aber dann, völlig unerwartet, tastete sich einer seiner Finger an den Rand meinen Anus vor, verteilte das Öl dort und drang tiefer. Was hatte er vor? Wollte er etwa …?

Noch ehe ich meinen Gedanken zünde führen konnte, spürte ich die Spitze eines Analplugs an meinem Schließmuskel. Entschlossen drückte er dagegen. „Bitte nicht …“ rief ich und hob meinen Kopf. „Nein!!!“

„Still!“, hörte ich ihn zischen und fühlte seine Hand in meinem Nacken, die meinen Kopf wieder zu Boden drückte.

Erneut setzte er die Spitze des Plugs an meiner Rosette an und drückte sie gegen meinen Schließmuskel. Er ließ mich dagegen anarbeiten, verminderte den Druck des Plugs, verstärkte ihn leicht und verminderte ihn wieder. Er spielte mit mir und mit meiner Erwartung!

Aber dann lachte er und sagte „Ich will dich nicht überfordern, Kleines. Es war nur ein Test …“

Er gab mir einen Klaps auf den Po, griff mir zwischen die Beine, stellte den Vibrator an und zog den Reißverschluss wieder zu. Ich wurde fast verrückt vor Lust. Dann erlaubte er mir, meinen Körper wieder aufzurichten und mich hinzuknien.

„Press deine Beine an, so eng es geht. Hände hinter den Rücken!“ Ich tat, wie er befohlen hatte und spürte, wie die Vibration mich noch geiler machte, als ich schon war. Ich war nahe dran, die Beherrschung zu verlieren und mein größter Wunsch war, mich einfach gehen zu lassen. Aber ich wagte es nicht und versuchte, mich zusammenzureißen.

Er setzte sich auf den Stuhl. An den Geräuschen, die seine Hose machte, konnte ich ahnen, dass er die Beine übereinander gelegt hatte und mich genüsslich betrachtete. „Ich beobachte dich“, sagte er, „es ist ein schönes Bild, dich so zu sehen!“ Meine Geilheit steigerte sich ins Unerträgliche.

Nach einer Weile beugte er sich zu mir und nahm mir die Augenbinde ab. Seine Augen funkelten, als sich unsere Blicke trafen und ich sah eine Mischung aus Macht und Überlegenheit darin, vielleicht auch Triumph, den er zu empfinden schien. „Schau mich an!, befahl er. Ich schaute ihn an und versuchte, seinem Blick standzuhalten, aber je länger ich ihn anblickte, desto mehr schämte ich mich dafür, in welche demütigende Situation er mich gebracht hatte. Ich blickte zur Seite, wollte ihm ausweichen. Aber er fasste mein Kinn und zwang mich, meine Augen wieder auf ihn zu richten. „Ich will, dass du meine Blicke zu ertragen lernst, kleine verfickte Schlampe“.

Eine Zeit lang sagte er nichts, sondern ließ mich nur mein zwiespältiges Gefühl empfinden. Dann legte er seine Hand in meinen Nacken und führte meine Kopf zu seinem Hals. Ich küsste seine Haut und ließ sanft meine Zunge über seinen Hals gleiten. Langsam strich ich mit halb geöffneten Lippen seinen Hals hoch, arbeitete mich bis zu seinem Ohr vor. Dann flüsterte ich „Danke, Herr. Danke, dass du mich schmachten lässt und mir meine Erfüllung verwehrst.“ „Danke Herr für die Erniedrigung,  und dass du mich lehrst, mich in Demut und Geduld zu üben.“

Er fasste mein Haar und zog meinen Kopf in den Nacken. Mahnend erhob er seinen Zeigefinger, blickte mich mit hochgezogenen Braunen an und nickte. „Ich sehe, du beginnst zu begreifen.“ Dann wies er auf den Tisch in der Ecke und sage: „Ich möchte rauchen! Geh, kriech in die Ecke und hol mir meine Kent.“

Als ich bereit war, seinem Befehl zu folgen, hielt er mich jedoch zurück, stellte den Vibrator ab und legte ihn auf den Boden. Im gleichen Augenblick spürte ich etwas Kaltes zwischen meinen Beinen und auf meinem Hintern. Ich erschrak, dass ich laut aufschrie und zusammenzuckte. Doch er lachte nur, denn es waren die Tropfen eines Eiswürfels, die mich irritiert hatten: „Nun, kleine Sklavin, ich denke, es war an der Zeit, deine Geilheit ein wenig abzukühlen, bevor sie außer Kontrolle geriet.“

Wie gemein konnte er sein! Ich war den Tränen nahe. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, folgte ich seinem Befehl, reichte ihm seine Zigaretten, sein Feuerzeug und hielt seinen Aschenbecher. Ich hoffte, dass er meine Enttäuschung und meinen Unmut nicht bemerken würde und vermied daher, ihn anzusehen, denn Strafen hatte ich für heute genug erhalten. Also kniete ich ruhig vor ihm und war in Gedanken bei dem, was mich wohl noch erwarten würde und was ich mir so sehr wünschte.

Demütig hielt ich seinen Aschenbecher in meiner Linken und umklammerte, während er rauchte, mit der Rechten sein linkes Bein. Er ließ es zu, dass ich meinen Kopf auf seinen Oberschenkel legte. Ich brauchte seine Nähe, sehnte mich nach seinen Zärtlichkeiten mehr als zuvor. Und ich sehnte mich danach, mich einfach fallen zu lassen – so, wie ich es bisher nie konnte. Gleichzeitig fühlte ich Hass auf ihn für seine Härte und seine Demütigungen, auch wenn ich sie dies verdient haben mochte.

Er rauchte seine Kent und strich mir immer wieder mit seiner Hand übers Haar. Ich war sicher, dass er meine Gedanken kannte. Als ich sah, dass er seine Zigarette ausdrückte, nahm er mir den Aschenbecher ab und stellte ihn auf den Boden. Was wird er nun tun? Wird er mich weiter strafen, demütigen und quälen? Wird er zärtlich sein? Oder schickt er mich einfach nach Hause? Ich blickte ihn an – und er las meine Fragen aus meinen Augen.

Er lächelte überlegen, als unsere Blicke sich trafen. „Ich weiß, was du denkst“, sagte er. „Du denkst an dich! Du denkst an deine Lust im Bauch.“ Er lachte und strich über meine Wange. „Aber du weißt doch genau, dass ein Dom nicht das tut, was seine Sklavin will!“

Er schaute auf seine Uhr. „Es ist spät geworden, Kleines“, sagte er, „und die Zeit wird nicht reichen für das, was du möchtest.“

Dann stand er auf und nahm mein Handy aus der Handtasche, legte es aufs Bett. Er suchte das Mundtuch, hob es vom Boden auf und band es mir um. „Ich werde jetzt gehen,“ sagte er, „du aber wirst noch eine Weile in diesem Raum bleiben.“ Zärtlich strich er mir übers Haar und genoss meinen enttäuschten Blick, indem sich Geilheit und Zorn mischten.

„Knie“, befahl er und wies mir mit seinem Zeigefinger den Platz, den er für mich vorgesehen hatte. Gehorsam kniete ich mich auf den Läufer vor dem Bett, spreizte die Schenkel und achtete darauf, dass sich die Füße berührten. Ich streckte meinen Oberkörper und legte die Hände mit nach oben geöffneten Handflächen auf die Oberschenkel. Als ich meinen Kopf senkte, legte er mir wieder die Augenbinde um.

„Ich werde jetzt gehen“, wiederholte er sich, „du aber bleibst so lange sitzen, bis das Handy klingelt. Während du wartest, darfst du den Vibrator noch etwas spüren“, sagte er und klemmte ihn zwischen Body und meinen Schamlippen. Er stellte die zweite Stufe ein, bückte sich zu mir hinunter, strich mir noch einmal über mein Haar – und ging! 

Das Schloss des Hotelzimmers schnappte ein – und mit einem Mal war es mucksmäuschen still – bis auf das Surren meines Lustspenders zwischen meinen Beinen. Einen Augenblick dachte ich, dass er mit meiner Erwartung spielte und gar nicht gegangen sei, sondern die Tür einfach nur auf- und dann wieder zugemacht hätte. Aber so angestrengt ich auch lauschte, ob er noch im Raum stand, so wenig hörte ich irgendein Geräusch. 

Ich war allein! Auf dem Höhepunkt meiner Lust hatte er mich einfach auflaufen lassen, dieser Schuft. Ich hasste ihn deswegen. Er konnte so unendlich hart sein mit dem, was er tat. Auch wenn er mich nicht schlug, quälte er mich psychisch.

Was sollte ich tun? Wie lange sollte ich hier knien und warten? Würde er mich aus dem gegenüberliegenden Haus beobachten? Stand er dort vielleicht mit einem Fernglas am Fenster? Oder würde er unerwartet zurückkommen, die Tür noch einmal aufschließen, um nachzusehen, ob ich noch kniete? 

Ich saß in einer fiesen Falle und beschloss, erst einmal gar nichts zu tun, sondern knien zu bleiben und die herrlichen Vibrationen zwischen meinen Beinen auszukosten. Aus dem Bad hörte ich ein Knacken … Aber das konnte die Duschwand gewesen sein, die warm geworden war. Sollte ich meine Hände nehmen und sie an meine Scham führen? Sollte ich den Vibrator dorthin führen, wo ich es mehr mochte als nur an den Schamlippen? Würde er es merken, wenn ich das täte?

Je mehr ich nachdachte, desto unsicherer und verwirrter wurde ich. Noch immer spürte ich meine Geilheit, und am liebsten hätte ich seine Hände gespürt, die mich berühren. Wieder hörte ich ein Geräusch aus dem Bad! Aber diesmal war es ein anderer Ton. War das ein Knacken eines Knöchels?? Ich erschrak! War er etwa doch in meiner Nähe? War er vielleicht durch ein Nebenzimmer über den Balkon ins Bad gegangen? Hatte er etwa deshalb nicht gewollt, dass ich beim Eintreten in die anderen Räume schaue?

Plötzlich kam mir ein ganz abwegiger Gedanke: Was wäre, wenn er einen zweiten Mann in unser Spiel eingeweiht hätte? Wenn dieser zweite Dom die ganze Zeit über im Bad gestanden und zugehört oder sogar zugeschaut hätte?

Mein Herz fing an zu rasen. Konnte ich ihm so etwas zutrauen? Geredet hatten wir über diese Fantasie schon einmal … aber würde er das tun? Würde er mich tatsächlich einem anderen Mann übergeben? Mir drehte sich der Magen um, aber nicht weil mir schlecht war, sondern weil mich die Vorstellung  daran schlagartig erregte. Wieder hörte ich ein Geräusch und diesmal war mir, als würde die Tür geöffnet, die vorher leicht angelehnt war. Zumindest glaubte ich, einen leichten Zugwind zu verspüren. Der Vibrator summte mit unverminderter Lautstärke und machte es schwer, mich auf die Geräusche im Raum zu konzentrieren. Wieder glaube ich, etwas aus Richtung Badezimmer zu hören … Wenn er es war, könnte er jetzt sehen, dass ich ihm gehorchte. Vorsichtshalber presste ich den Vibrator noch einmal zwischen meine Scham und meinen Body, damit er nicht plötzlich herausrutschte. Dann nahm ich wieder meine Position ein. Wer war in diesem Zimmer, verdammt noch mal? Wer schlich hinter mir? „Herr, bist du es?“, fragte ich gedämpft durch mein Mundtuch, aber es kam keine Antwort. Und auch die Geräusche waren wieder verstummt. Irrte ich mich? Bildete ich mir alles nur ein? War da jemand? Oder war da niemand? Ging meine Fantasie mit mir durch?

Warum stand ich nicht einfach auf und nahm mir das Tuch von den Augen? Hatte er mich so hörig gemacht, dass ich mich nicht mehr traute, einfach aus dem Spiel auszubrechen? Ich zweifelte, ob ich tun sollte, was ich dachte, denn ich wollte nichts kaputt machen durch meinen Ungehorsam. Vielleicht sollte ich … Aber noch ehe ich meinen Gedanken zuende bringen konnte, schrillte plötzlich das Handy. 

Erschrocken tastete mit der Hand über das Bett. Blind wie ich war suchte ich die Verbindungstaste und drückte sie durch, aber als ich sprechen wollte, merkte ich, dass ich wegen des Tuchs um meinen Mund kaum verständliche Laute von mir gab. Er lachte: „Ich höre an deinem Stammeln und auch am Brummen deines Lustspenders, dass du gehorsam warst,“, sagte er. „Brav, meine Kleine!“

Wieder wollte ich sprechen, wollte ihm von den Geräuschen im Zimmer erzählen, aber wieder kam nur ein gedämpftes Gurgeln aus meinem Mund.

„Du kannst deinen Vibrator jetzt abstellen“, sagte er. Es ist es an der Zeit, dich auf andere Weise zu belohnen“, ergänzte er. „Sei bereit, dich fallen zu lassen!“ Dann legte er auf.

Was um alles in der Welt hatte er vor? Würde er in das Zimmer zurückkommen? Hatte er gar aus dem Bad mit mir telefoniert? Konnte das sein??? Hätte ich nicht seine Stimme durch die Wand hören können? Wie er es befohlen hatte, stellte ich den Vibrator ab und legte ihn auf den Teppichboden. Meine Gedanken überschlugen sich und ich war so aufgeregt, dass ich mein Herz laut klopfen hörte. Es rauschte regelrecht in meinem Kopf – und das Rauschen war so laut, dass ich nicht bemerkt hatte, dass er bereits hinter mir stand …

Irgendetwas näherte sich meinem Kopf. Ich hörte ein kurzes Klacken, dann ein Brummen … Er hatte den Vibrator wieder angestellt und ihn so nah an mein Ohr gehalten, dass er sich wie eine Bohrmaschine anhörte. Ich erschrak fürchterlich und schrie unter meinem Mundtuch auf. Noch einmal hielt er den Vibrator an mein anders Ohr, dann stellte er ihn wieder ab. Seine Finger strichen über mein Haar, aber sie trugen Handschuhe, sodass ich nicht sicher war, ob es tatsächlich seine Hände waren. War er es? Oder war es ein Fremder? Ich hob meinen Kopf an, um durch die Augenbinde zu blinzeln, aber das Tuch lag so eng, dass ich nichts sehen konnte.

Mit der Spitze seines Schuhs schob er mich nach vorn, dirigierte meinen Hintern in Richtung Bettkante. Seine Hände schoben mich mit Nachdruck auf das Bett. Blind kroch ich auf die Matratze und stoppte erst, als er mich an der Schulter berührte. Seine Hände beugten meinen Kopf, drehten meinen Körper auf den Rücken.

War es mein Herr, der mich zwang, die Arme zu spreizen? War es mein Herr, der meine Handgelenke mit Stricken an die Bettkante band? War er es, der meine Beine spreizte? Oder war es ein Fremder, der meine Fußgelenke an das Bett fixierte und vorsichtig den Knoten meines Mundtuchs löste? Ich wusste es nicht. Und ich konnte es nicht ausmachen. Gleichzeitig erregte mich der Gedanke und ich beschloss, mich meiner Ausgeliefertheit und Geilheit einfach hinzugeben.

Ich sagte kein Wort, hatte die Augen unter meiner Augenbinde geschlossen. Es war schwer, an nichts mehr zu denken, einfach geschehen zu lassen, was geschah und die vielen Fragen, Gedanken und Ängste aus meinem Kopf zu verdrängen. 

Dann spürte ich, wie Fingerspitzen mich berührten, so zart, daß ich sie kaum spürte, wie sie langsam jeden Zentimeter meines Körpers erforschten. Mal spürte ich sie auf meinem Bauch, plötzlich an den Innenseiten meiner Oberschenkel. Sie waren mal hier, mal dort, plötzlich und unerwartet, aber nie da, wo ich sie im nächsten Augenblick vermutete. Dann spürte ich eine Zunge, die zärtlich meinen Hals küßte. Gleichzeitig kratzte etwas spitzes an meiner Hüfte entlang. Waren es Fingernägel? Eine Drahtbürste? Ich weiß es nicht. Ich stöhnte laut auf, wollte mich aufbäumen, aber meine Fesseln hinderten mich daran. Als ich dann spürte, wie ich zärtlich gestreichelt und gleichzeitig an meinen empfindlichsten Stellen wieder diese Zunge spürte und gleichzeitig das Summen des Vibrators vernahm, war ich nicht mehr fähig, noch darüber nachzudenken, wer mir nun meinen Verstand raubte.

Eine Hand löste mir die Fesseln meiner Füße und meiner Hände. Ich preßte meine Beine zusammen und drückte mit meinen Händen den Kopf unter mir fest gegen meine Scham. Mein Atem ging schnell und ich hoffte nur, es würde nicht aufhören. Dann drückte er mir meine Beine auseinander und ich verlor die Beherrschung. Mein Körper zitterte, meine Schreie waren tierisch. Für einige Augenblicke dachte ich, die Besinnung zu verlieren. Meine Nägel krallten sich in seinen Rücken, ich zog ihn zu mir, um seine Nähe zu spüren. Und als mein Zittern langsam nachließ, mein Körper langsam zur Ruhe kam, küßte er mich noch einmal zart, nahm mich in den Arm, streichelte mir über meinen Rücken, mein Gesicht. 

Noch immer wußte ich nicht, ob mein Herr oder ein Fremder neben mir lag und der Gedanke daran, daß es ein Unbekannter sein könnte, erschrak mich und ich schämte mich fürchterlich.

Dann nahm er mir meine Augenbinde ab.

Es war mein Herr, wir waren allein. Glücklich und dankbar lehnte ich mich an ihn, wohlwissend, daß er mich beim nächsten Mal dafür strafen wird, daß ich mit meiner Geilheit bei einem Unbekannten war.

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