Winternachmittag

Hoch über dem See, den Blick dem See zugerichtet, stand sie da und schaute mit verträumtem
Blick über den See, hinüber zu den weissen Gipfeln der Berge.
Kalt war sie immer noch diese Luft eines Februartages. Die Sonne warf noch ein paar letzte
Strahlen auf die Schneereste, die unter den Bäumen lagen.
Sie wusste was nun geschehen würde, sie würde sich trotz dieser Kälte auch keinesfalls dagegen sträuben. Ganz einfach war es nicht mit diesen hohen Absätzen sich auf dem doch
recht feuchten vorwärts zu bewegen. Bäume? Auch diese nackten Bäume im Winter liebte sie
sie sahen irgendwie hilflos aus, wie sie da ihre nackten Äste armengleich in die Höhe streckten, als ob sie dort oben von der Sonne das Wunder erwarteten wieder zu neuem Leben
erweckt zu werden.

An einem grossen Baumstamm machte sie halt. Lehnte ihr vom Wind kaltes Gesicht gegen ihn, erhob die Hände am Stamm um sich zu recken, gross zu sein wollen wie eben dieser Baum.
Hinter sich hörte sie seine Schritte, er sprach sehr wenig an diesem Tag. Es waren auch keine
Worte nötig, der eine kannte den anderen, und doch war es immer wieder neu, immer wieder eine neue Erfahrung ein neues Kennenlernen ein neues Fühlen und Denken.
Ihre Augen, ihr Körper brannte vor Sehnsucht.
Da spürte sie hart seine Hände an ihren Hüften, spürte die Gerte, die er vorher an einem Weidenstrauch geschnitten hatte über ihren Schenkeln . Sie wusste was diese Bewegung bedeuten sollte. Sie spreizte ihr Beine noch etwas weiter.
Hart schob er ihr den Rock über die Hüften. Sie reckte ihm ihre nackte Hinterseite noch etwas mehr entgegen. Die eine Hand umfasste hart ihre Haare, zog ihren Kopf daran mit einem Ruck nach hinten, um ihr einen Kuss auf den Mund zu hauchen. Einen harten Kuss, den Kuss eines Besitzers, eines Eigentümers. Ihre Gedanken hatten schon so weit losgelassen, dass der
Schmerz den sie dabei empfand kein Stöhnen zu ließ, es blieb im Hals stecken. Irgendwie war die Kälte dieses Tages zu spüren, und irgendwie auch doch nicht, denn ihr ganzer Körper drohte bereits in Flammen zu ersticken.
Ihr Körper schrie nach diesem ersten Schlag mit der Weidenrute. Aber ihre Lippen brachten es nicht über sich darum zu bitten. Sanft streichelte die Rute über ihre nackten Körperstellen.
Und in ihr schrie es gib mir mehr. Da sauste auch schon der erste Hieb auf ihr nacktes Hinterteil, sie zog die Luft ein mit einem leisen Seufzen. Ihren Oberkörper lehnte sie genauso wie das Gesicht an den Stamm des Baumes, schön diese Macht von beiden Seiten zu spüren.
Auf der einen Seite die Macht der Natur, auf der anderen die Macht dieses Menschen, dem sie
Sich bedingungslos übereignet hatte. Dem sie vollkommen ausgeliefert war, dem sie voll vertraute. Was brannte nun mehr, die Spur die die Rute bereits hinterlassen hatte, oder die Sehnsucht, die Gier, die nach mehr verlangte ?
Es folgten weitere Schläge, sie zählte nicht mehr mit, nicht einmal mehr in Gedanken, sie fühlte sich nur noch eins, eins mit diesem Spiel. Diesem ihm seine Macht mit ihrer Unterstützung zu geben. Ihm ihre Lust zu schenken für seine Lust. Und sie wusste auch, er würde sie noch mit einigen Schlägen belohnen, würde ihr diese Zeichen schenken , die sie so sehr brauchte und auch Tage danach noch mit jedem Blick in den Spiegel genoss. Dafür lebte sie .
Das Hintertel, es brannte inzwischen fürchterlich und bei den letzten Schlägen mit der Rute, hatten sich ihre Fingernägel hart in die Rinde des Baumes gekrallt, sie wollte bei diesem Spiel nie durch lautes Stöhnen die Ruhe unterbrechen, den Ton der Schläge unterbrechen. Und doch
Ein leichtes Stöhnen kam immer wieder über ihre Lippen, gemischt mit einem Lächeln, ein paar Tränen rollten über ihre Wangen, es waren Tränen des Glücks, Tränen der Dankbarkeit.
Mit sanftem Tom sprach er zu ihr : „So meine Hure, das war es wieder einmal, das war das nachdem du schon so lange gefordert hast, gefordert mit Unartigkeiten, mit Frechsein.“.
Er wusste, diese Worte brauchte sie J

Seine Schritte entfernten sich ein Stück. Sie verließ ihre Stellung keinen Millimeter, sie lauschte einfach, lauschte der Natur und lauschte den Geräuschen, die seine Schritte auf dem Waldboden machten. Und ihr Blick streifte immer noch den See, diesen See, der ihr ein und alles war .
Seine Schritte kehrten zurück. Für einen Moment erschrak sie, denn sie fühlte nass und kalt wie seine Hände Schnee auf ihrem Allerwertesten verrieben. Er kniete sich hinter sie und seine Hände verrieben den Schnee auf ihrer heißen geröteten Haut. Und sie strichen doch irgendwie sanft, über diese Zeichnung die er ihr heute geschenkt hatte.
Und sie wusste auch, dass das Spiel für diesen Tag noch nicht beendet war..

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